Bäume sind so etwas wie eine Geheimwaffe im Kampf gegen den Klimawandel. Denn mit Hilfe von Wäldern können enorme Mengen an CO2 gespeichert werden – und müssen dann nicht an anderer Stelle eingespart werden. Auf der Weltklimakonferenz in Paris haben daher eine ganze Reihe von Staaten groß angelegte Wiederaufforstungsprogramme angekündigt. So sollen alleine in Afrika einhundert Millionen Hektar Wald entstehen. Auch Nordkorea kündigte an, die Hügel des Landes wieder mit Bäumen bepflanzen zu wollen. Indiens Regierung wiederum hat sich ein ganz konkretes Ziel gesetzt: Ein Drittel der Landesfläche soll zukünftig wieder bewaldet sein. Zur Umsetzung dieses Ziels wurden dabei mehr als sechs Milliarden Dollar bereitgestellt.


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Der Weltrekord soll durch das Guiness Buch zertifiziert werden

Im Bundesstaat Uttar Pradesh wurde diese Initiative nun mit einer öffentlichkeitswirksam Aktion verknüpft: Mehr als 800.000 Einwohner des Landes pflanzten am gestrigen Montag insgesamt mehr als fünfzig Millionen Bäume. Die dafür benötigten Setzlinge wurden von der Landesregierung zur Verfügung gestellt. Neben Beamten und Politikern beteiligten sich dabei auch zahlreiche Studenten, Hausfrauen und weitere Freiwillige an der Aktion. Vertreter des Guiness Buch der Rekorde waren ebenfalls vor Ort und dokumentierten die Zahl der gepflanzten Bäume. Die Initiatoren gehen dabei davon aus, den bisher gültigen Weltrekord deutlich übertroffen zu haben. Dieser lag allerdings auch nur bei 847.275 gepflanzten Bäumen an einem Tag.


Mindestens sechzig Prozent der Bäume sollen dauerhaft CO2 speichern

Mit Hilfe von Luftaufnahmen soll dann in Zukunft beobachtet werden, wie viele der gepflanzten Bäume tatsächlich längerfristig Wurzeln schlagen. Bisherige Erfahrungen haben dabei gezeigt, dass bei großangelegten Pflanzungsaktionen in der Regel rund sechzig Prozent der gepflanzten Bäume überleben – der Rest fällt Krankheiten und mangelnder Bewässerung zum Opfer. Im Falle von Uttar Pradesh würden somit aber immer noch dreißig Millionen Bäume dauerhaft erhalten bleiben. Durch die regelmäßige Überwachung hoffen die Verantortlichen des Bundesstaates aber sogar eine noch deutlich größere Anzahl der gepflanzten Bäume über mehrere Jahre und Jahrzehnte am Leben halten zu können.

Via: ABC News

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1 Kommentar

  1. Tobi

    14. Juli 2016 at 13:11

    RESPEKT!!! Weiter so!

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