Regierungen in aller Welt umwerben Elon Musk und Tesla. Sie alle hoffen, dass der innovative Elektroauto-Pionier sein nächstes Werk bei ihnen eröffnet. Doch das Rennen scheint nun entschieden zu sein. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, wird Tesla sein erstes Werk außerhalb der Vereinigten Staaten in Shanghai eröffnen. Das Unternehmen wollte diese Nachricht noch nicht bestätigen, verwies aber auf eine Pressemitteilung, in der über Gespräche mit der Stadtführung berichtet wurde. Offensichtlich hat Tesla nun aber einen besonderen Deal aushandeln können. Denn die Fabrik wird vollständig im Besitz des Konzerns verbleiben. Dies ist in China für ausländische Autobauer eigentlich nicht möglich: In der Regel muss eine Kooperation mit einem lokalen Unternehmen eingegangen werden.


Dieser Tesla wurde noch in den Vereinigten Staaten gebaut. Foto: Elon Musk

Der Deal: Die Importsteuer fällt auch weiterhin an

Für die internationalen Konzerne ist dies ärgerlich, weil dann natürlich auch die Gewinne geteilt werden müssen. Tesla konnte die chinesischen Behörden nun aber mit einem anderen Angebot überzeugen: Der Konzern bot an, auch weiterhin 25 Prozent Importsteuer für die in Shanghai produzierten Autos zu zahlen. Wann genau mit dem Bau der Fabrik begonnen werden soll, ist bisher noch nicht bekannt. Klar ist aber: Für Tesla ist der chinesische Markt von enormer Bedeutung. Dies gilt insbesondere, weil die chinesische Regierung den Verkauf von Elektroautos ordentlich befeuern möchte. Das Ziel: Bis 2025 sollen sieben Millionen E-Autos auf Chinas Straßen unterwegs sein. Bisher liegt die Zahl noch im sechsstelligen Bereich.

In den Vereinigten Staaten gibt es Produktionsschwierigkeiten

Nicht von Nachteil dürfte es für Tesla auch sein, dass der Konzern einen chinesischen Investor hat. Der Internetriese Tencent hat in diesem Jahr fünf Prozent der Anteile gekauft. Allerdings hat Tesla aktuell vor allem mit Produktionsschwierigkeiten in den Vereinigten Staaten zu kämpfen. So müssen Kunden in aller Welt deutlich länger als versprochen auf den Energiespeicher Powerwall 2 warten. Auch die Produktion des neuen Tesla Model 3 läuft nicht nach Plan. Weil die Autos lange noch per Hand zusammengebaut werden mussten, blieben die Produktionszahlen weit unterhalb der Erwartungen. Inzwischen soll aber die automatische Produktionsanlage fertig sein und die Produktion hochgefahren werden können.


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