Indiens Regierung hat sich ambitionierte Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren Energien gesetzt. So sollen alleine bis zum Jahr 2020 neue Solaranlagen mit einer Kapazität von 40.000 Megawatt installiert werden. Um diese Zielsetzung zu erreichen, setzen die Beamten nun auf einen Schulterschluss mit den Ashrams des Landes. Dabei handelt es sich um Klöster oder Meditationszentren, die zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland anlocken. Der Plan sieht nun vor, die Dächer der Gebäude mit Solarpanels zu bestücken. Die reine Stromproduktion ist dabei allerdings nur ein Aspekt der Aktion. Denn die Ashrams sollen vor allem dazu beitragen, die Vorteile der Solarenergie bekannt zu machen und so für eine weitere Ausbreitung sorgen.


Via: Business Green
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Die Ashrams werden Teil der International Solar Alliance

In einem Ashram in Amritsar im Bundesstaat Punjab wurden die Dächer dabei bereits mit Solarmodulen bestückt. Diese besitzen immerhin eine Kapazität von 19 MW und werden von zahlreichen Gläubigen gesehen. In der nächsten Zeit sollen nun die hundert größten Ashrams des Landes diesem Beispiel folgen. Im Gegenzug werden sie als sogenannte spirituelle Partner in die „International Solar Alliance“ aufgenommen. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von einhundert tropischen Staaten, der sich auf der Weltklimakonferenz in Paris bildete. Nicht nur in Indien werden religiöse Einrichtungen allerdings zur Produktion von Solarenergie benutzt. So ist Marokko, Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz, aktuell dabei, 600 Moscheen mit Solartechnologie zu bestücken.

Auch der Papst veröffentlichte bereits eine Öko-Enzyklika

Auch die Church of England hat sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. Bereits vor rund anderthalb Jahren beendete die Kirche beispielsweise sämtliche Investitionen in klimaschädliche Firmen und Projekte. Seitdem haben sich zudem mehr als 3.500 Kirchen in Großbritannien entschieden, auf Erneuerbare Energien zu setzen. Solarpanels auf Kirchendächern sind dort längst kein ungewohnter Anblick mehr. Auch der Papst hatte sich im vergangenen Jahr des Themas angenommen und eine 920-seitige Enzyklika zum Thema Umweltschutz veröffentlicht. In dieser rief er ebenfalls zur Bewahrung der Schöpfung auf und sprach sich für einen Ausbau der Erneuerbaren Energien aus.


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