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WFIRST : Neues NASA-Weltraumteleskop soll Millionen Galaxien entdecken

Das Weltraumteleskop Hubble hat es zu einiger Berühmtheit gebracht und die Menschheit mit spektakulären Bildern aus dem Weltall versorgt. Doch das 1990 in den Orbit geschossene Teleskop geht seinem Dienstende entgegen und wird innerhalb der nächsten Jahre in der Erdatmosphäre verglühen. Mit dem James Webb Space Telescop steht der Nachfolger allerdings schon bereit. Die NASA-Fachleute planen allerdings schon weiter und werkeln bereits an einem möglichen Nach-Nachfolger von Hubble. Das geplante „Wide Field Infrared Survey Telescope“ soll dabei in der Lage sein, auf einem einzelnen Foto hundertmal mehr des Weltalls abzubilden als Hubble. Die Qualität der Fotos soll dabei ähnlich beeindruckend sein wie beim aktuellen Weltraumteleskop.

Copyright: NASA

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Hellere Sterne können einfach ausgeblendet werden

WFIRST soll zudem mit einigen weiteren interessanten Features ausgestattet werden. So ist die Möglichkeit vorgesehen, bestimmte Sterne und deren Lichtstrahlung auszublenden. Dies könnte helfen, kleinere und eher schwächer leuchtende Objekte zu erkennen. Auch die Suche nach Anzeichen für Leben im Weltall wird auf diese Weise erleichtert. Dafür kommt das geplante Teleskop allerdings auch mit einigen Schwächen daher: Es kann nicht so weit ins Weltall schauen wie das James Webb Teleskop und auch nicht so viele Erkenntnisse über die Entstehung der Galaxien liefern. Gewissermaßen ergänzen sich die beiden Teleskope also eher und es handelt sich nicht um einen Ersatz.

Das Teleskop könnte bereits Mitte des nächsten Jahrzehnts ins All gebracht werden

Technisch gesehen handelt es sich bei WFIRST zudem um ein Recyclingprodukt. Denn das Teleskop basiert auf einem alten Spionagesatelliten. Das Konzept hat dabei nun einen wichtigen Meilenstein erreicht und wurde auf der Prioritätenskala der NASA hochgestuft: Aus „mission under study“ wurde “ a mission NASA is pursuing/intends to execute“. Damit ist das Projekt bereits eine Stufe unterhalb einer offiziellen NASA-Mission. Für das Jahr 2016 wurden daher bereits neunzig Millionen Dollar zur weiteren Entwicklung zur Verfügung gestellt. Läuft dabei alles nach Plan, könnte das neue Teleskop bereits Mitte der 2020er Jahre in den Weltraum gebracht werden.

Via: Popsci

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