Touristen in aller Welt sind immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Urlaubsorten. Ein besonders spektakuläres Ziel ist dabei das White Desert Camp im ewigen Eis der Antarktis. Dort befinden sich mehrere Glasfaserkuppeln, die von Touristen bewohnt werden können. Ein Team von Antarktis-Experten betreut die Gäste dann vor Ort und organisiert Reisen über den Kontinent. Beim Bau des Touristen-Camps wurde allerdings darauf geachtet, dass der menschliche Fußabdruck so gering wie möglich bleibt. So werden keine Dieselgeneratoren zur Energieerzeugung genutzt, sondern es kommen Erneuerbare Energien zum Einsatz. Konkret sorgen Solarpanels und Windräder für eine zu einhundert Prozent saubere und nachhaltige Stromversorgung des Camps.


Image via Camp Whichaway
Image via Camp Whichaway

Es gibt eine Heißwasserdusche und Plumpsklos

Zudem gibt es kein fließendes Abwasser, sondern es kommen Plumpsklos zum Einsatz. Die darin gesammelten organischen Abfälle werden dann sogar aus der Antarktis ausgeflogen, um die Natur vor Ort nicht zu stark zu belasten. Immerhin gibt es aber eine eigene Glasfaserkuppel mit einer Heißwasserdusche. Zudem gibt es einen Gemeinschaftsraum, in dem zusammen gespeist wird. Abends finden dort dann auch Vorträge über die Geschichte und die Natur der Antarktis statt. Tagsüber brechen die Teilnehmer in der Regel zu Exkursionen auf und besuchen beispielsweise Kaiserpinguinkolonien, die teilweise aus mehreren tausend Tieren bestehen. Das White Desert Camp bezeichnet sich selbst dabei als erstes und einziges Luxuscamp auf dem antarktischen Kontinent.

Die nächsten Nachbarn sind rund drei Kilometer entfernt

Gelegen sind die Glasfaserkuppeln im Königin-Maud-Land. Das nächstgelegene Land ist Südafrika. Von dort aus fliegen die Teilnehmer fünf bis sechs Stunden in Richtung Süden, um das White Desert Camp zu erreichen. Nachbarn gibt es in der Antarktis logischerweise keine – rund drei Kilometer entfernt befindet sich allerdings eine ebenfalls bewohnte Forschungsstation. Ganz billig ist der Ausflug in die Antarktis dabei nicht: Für den rund einwöchigen Aufenthalt bezahlen die Teilnehmer etwa 70.000 Dollar. Dafür wird das Essen vor Ort allerdings auch von einer preisgekrönten Küchenchefin zubereitet. Die Zahl der Plätze im Camp ist zudem begrenzt: Pro Jahr können maximal 48 Touristen den einzigen unbewohnten Kontinent besuchen.


Via: Inhabitat

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