Elektroautos stellen nicht nur für die angestammten Autobauer eine Gefahr dar, sondern auch für die Betreiber von Tankstellen. Doch während die Autokonzerne zumindest an eigenen Elektrofahrzeugen arbeiten, halten sich viele Ölkonzerne im Bereich der E-Mobilität noch zurück. Eine Ausnahme stellt das niederländisch-britische Unternehmen Shell dar. So hat der Konzern bereits zu Beginn des Jahres angekündigt, die eigenen Tankstellen in Großbritannien und den Niederlanden mit Ladestationen für Elektroautos zu bestücken. Nun wird klar: Dabei handelte es sich lediglich um einen ersten Schritt. Denn Tankstellen sind zwar oft an verkehrsreichen Punkten gelegen und eignen sich daher gut als Standort. Viele Fahrer von Elektroautos wollen ihr Fahrzeug aber beispielsweise auch laden, während sie in der Innenstadt shoppen gehen.


Shell
Foto: Shell

NewMotion betreibt in Europa mehr als 50.000 öffentliche Ladepunkte

Tesla hat daher etwa einen eigenen Supercharger für den Einsatz in Parkhäusern und anderen innerstädtischen Parkflächen entwickelt. Shell wiederum verkündete nun die Übernahme von NewMotion. Die Firma ist in Deutschland noch nicht wirklich gut bekannt, es handelt sich aber um Europas größten Betreiber von Ladestationen für Elektroautos. Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen Zugriff auf 50.000 öffentliche Ladepunkte in ganz Europa. Diese sind oftmals beispielsweise vor Kaufhäusern gelegen – und ergänzen so das selbst aufgebaute Netz von Shell. Außerdem hat NewMotion auch Lösungen für die Installation von Ladestationen auf privaten Flächen im Angebot. Auch dies dürfte zukünftig ein wichtiger Geschäftszweig werden.

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Zuletzt aktualisiert am 22.11.2017

Ein internationaler Ladestandard soll etabliert werden

Denn Autos mit Verbrennungsmotor müssen zwingend extern – also an einer Tankstelle – mit Kraftstoff befüllt werden. Elektroautos werden im Idealfall aber zumeist zuhaus geladen. Shell bastelt zudem nicht nur an einem immer größer werdenden Netz an Ladestationen, sondern arbeitet auch aktiv bei CharIn mit. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, einen internationalen Ladestandard für Elektroautos zu etablieren. Viele Experten sehen dies als notwendige Voraussetzung an, um Elektrofahrzeugen zum Durchbruch zu verhelfen. Wie viel Geld Shell insgesamt bereits in die E-Mobilität investiert hat, ist nicht genau bekannt. Es dürfte aber signifikant mehr sein als bei vielen Wettbewerbern – woraus im Idealfall langfristig ein Wettbewerbsvorteil entsteht.

Via: Treehugger


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