Forscher der Cornell University haben ein neues Klassifizierungs-System für Planeten entwickelt, das auf Nichtgleichgewichtsthermodynamik basiert. Hinter diesem Fachbegriff versteckt sich ein System, das die Auswirkungen einer global agierenden Spezies mit industrieller Technologie auf die Biosphäre des Planeten mit in die Bewertung einbeziehen kann. Eine Spezies wie der Mensch führt auf einem Planeten langfristig zu einer Veränderung seiner chemischen Zusammensetzung sowie der Durchschnittstemperatur. Die Forscher wollten ein System entwickelt, mit dessen Hilfe wir Erkenntnisse darüber erlangen können, wie eine technologisch entwickelte Spezies einen Planeten bewohnen kann, ohne diesen nachhaltig zu schädigen.


Foto: Earth, Kevin Gill, Flickr, CC BY-SA 2.0

Neues Klassifizierungssystem

Das System unterteilt Planeten in fünf verschiedene Kategorien. Klasse-1-Planeten haben keine Atmosphäre und sind unbewohnt – in diese Klasse fällt etwa der Merkur. Ein Klasse-5-Planet hat eine Atmosphäre und ist stark von einer technologisch entwickelten Spezies beeinflusst, die eine chaotische Komponente in das System einbringt.

Seitdem wir vor mehreren Jahrzehnten mit der Erforschung des Klimawandels begonnen haben, gehen Wissenschaftler davon aus, dass wir uns am Anfang der Epoche des Anthropozän befinden – also der Epoche, in der der Mensch der wichtigste Einflussfaktor auf den Planeten Erde ist.


Alternative zur Kardaschow-Skala

Es gibt bereits eine Skala, mit der der Fortschritt einer modernen Zivilisation klassifiziert werden kann – die Kardaschow-Skala. Diese teilt Zivilisationen nach ihrer Fähigkeit ein, Energie zu produzieren. Die neue Studie erkennt die Kardaschow-Skala als Goldstandard bei der Bewertung von Zivilisationen an, schlägt aber eine Alternative vor.

Die Kardaschow-Skala wurde ursprünglich entwickelt, um der Organisation SETI bei der Suche nach außerirdischem Leben zu helfen. Das neue Schema versucht dagegen, die Zusammenhänge zwischen planetarer Entwicklung und den auf dem Planeten lebenden Spezies zu erfassen. Das Ziel dahinter ist, dass wir uns als Zivilisation über unsere Auswirkungen auf unseren Heimatplaneten klar werden.

Sphero Star Wars Roboter App Gesteuerter BB-8 Droid
Preis: 135,99€
Zuletzt aktualisiert am 19.11.2017

Studie gibt Aufschluss über den Einfluss des Menschen auf die Erde

„The discovery of seven new exoplanets orbiting the relatively-close star TRAPPIST-1 forces us to rethink life on Earth. It opens the possibility to broaden our understanding of coupled system dynamics and lay the foundations to explore a path to long-term sustainability by entering into a cooperative ecological-evolutionary dynamic with the coupled planetary systems“, so Marina Alberti, eine der Autorinnen der Studie, in einer Pressemitteilung.

Die Ergebnisse der Studie sind bezüglich der Erde durchaus geeignet, die ein oder andere bittere Wahrheit über die Natur der Existenz des Menschen auf der Erde ans Licht zu bringen. Aber sie könnten auch den Anstoß geben, unser Verhalten zu überprüfen und zu ändern. Das Verständnis der thermodynamischen Veränderungen, die die Menschheit auf der Erde verursacht, dürfte zu einem besseren Verständnis unserer Verantwortung als Spezies führen. Die momentan stattfindenden Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels sind definitiv ein guter Anfang.

via Phys.org

"

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.