Die nach wie vor hohen CO2-Emissionen sind unzertrennbar mit der Menge CO2 in der Atmosphäre verbunden. Das ist eigentlich logisch. Aus dieser Erkenntnis resultiert aber, dass es im Kampf gegen den Klimawandel nicht nur um die Reduzierung der CO2-Emissionen gehen muss, sondern dass auch die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre sinnvoll sein kann. Ein Team unter der Forscherin Joanne Chory möchte dies mit Pflanzen erreichen.


Sonnenblumenwiese
Foto: Sunset on Sunflowers, Patrick Emerson, Flickr, CC BY-SA 2.0

Bio-Engineering verspricht günstige CO2-Speichermethode

Die Biologin Chory beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit der Anpassungsfähigkeit und der Diversität pflanzlichen Lebens. In ihrem Labor im Salk Institute for Bilological Studies arbeitet sie mit ihrem Team nun an Pflanzen, die CO2 speichern können und dabei helfen sollen, die Effekte des Klimawandels abzufedern.

Die Idee evolviert rund um ein Biopolymer namens Suberin, das sich vor allem in Kork findet. Der Stoff besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff und wird nicht zersetzt – zumindest nicht über die Dauer von ein paar tausend Jahren. Diese Tatsache macht Suberin zu einem ausgezeichneten CO2-Speicher.


Suberin wird vor allem von Korkbäumen produziert, kann aber auch in den Wurzeln bestimmter Pflanzen gefunden werden. Chory und ihr Team haben mit Kichererbsenpflanzen und anderen Nutzpflanzen gearbeitet, um eine möglichst effiziente Methode zu entwickeln. Chory hofft, so Pflanzen erschaffen zu können, die 20 Mal mehr Suberin produzieren als üblich und CO2 speichern können.

In einer normalen Saison werden weltweit durch Photosynthese von Pflanzen etwa 100 Gigatonnen CO2 aus der Atmosphäre. Ein Großteil davon gelangt wieder in die Luft. Mit speziell gezüchteten Pflanzen könnte das CO2 aber als Teil der Wurzeln unter der Erde gespeichert werden.

Suberin gehört zu den stabilsten Formen von Kohlenstoff in Muttererde. Mit seiner Hilfe könnte sich CO2 sehr lange speichern lassen.

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Zuletzt aktualisiert am 17.01.2018

CO2 in Pflanzen speichern

CO2-Fangmethoden sind ein viel diskutiertes Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Die Technologie von Chory ist allerdings sehr vielversprechend, da sie auf einem natürlichen Prozess beruht – mit ein paar Modifikationen natürlich.

Die Forscher um Chory haben ausgerechnet, dass die Bedeckung von 5 Prozent des weltweit verfügbaren Farmlandes mit ihren Pflanzen zur Speicherung von grob der Hälfte des CO2 führen könnte, das wir in die Atmosphäre entlassen.

Allerdings haben die Forscher noch nicht untersucht, inwieweit die höhere Suberin-Produktion die Funktion der Pflanzen als Nutzpflanze beeinflusst. Außerdem mag 5 Prozent des weltweit verfügbaren Farmlandes nicht nach viel klingen – aber es ist viel, und die Implementierung der Pflanzen wäre entsprechend arbeitsaufwändig. Nichtsdestotrotz könnte Chory einer Möglichkeit auf der Spur sein, weltweit auf besonders günstige und nachhaltige Art und Weise CO2 zu speichern. Das Team erwartet, dass die Pflanzen innerhalb der nächsten 5 Jahre bereit für praktische Tests sein werden.

via Popular Mechanics

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