Weltweit gibt es einen sich stark steigernden Bedarf an Rechenkapazität. Große Ökosysteme im Internet of Things, maschinelles Lernen sowie Deep-Learning-Algorithmen und andere Systeme benötigen viel Rechenkapazität. Gleichzeitig stehen private Desktop-PCs und Laptops oft lange Zeit eingeschaltet, aber unbenutzt herum. Cloud-Computing ist das Stichwort, dass beide Faktoren zusammenbringen könnte. Blockchain, der Distributed Ledger hinter Bitcoin, möchte eine Plattform erschaffen, über die Rechenpower zur Verfügung gestellt und geliehen werden kann. Wer Kapazitäten zur Verfügung stellt, der wird für diese bezahlt.


Cloud

Existierendes Cloud-Computing ist nicht mehr allen Anforderungen gewachsen

Es gibt bereits einige Cloud-Computing-Plattformen – so etwa iEx.ec. Dessen Mitgründer Gilles Fedak beschreibt die Problematik des steigenden Bedarfs wie folgt: „There is a growing demand for computing power from industries and scientific communities to run large applications and process huge volumes of data.


Vor allem im Wirtschafts-Bereich wird der Bedarf an Rechenpower und High-Performance-Computing immer größer. In der gesamten Industrie sind sich die Fachleute einig, dass der steigende Bedarf in den kommenden Jahren eine große Herausforderung darstellen wird.

Existierende Cloud-Computing-Plattformen wie etwa auch SETI@home existieren bereits seit Jahren, sind jedoch von einem zentralen Verteiler abhängig, was die Angelegenheit kompliziert machen kann. Insbesondere im Internet of Things stoßen diese Plattformen schnell an ihre Grenzen. „As IoT grows, the need for distributed computing becomes an absolute necessity. Devices need to be able to trade computational resources with each other in real time so that the computational load can be distributed„, so David Sønstebø, der Gründer von IOTA, einem Distributed Ledger für das IoT.

Blockchain kann die Lösung sein

Neue Softwareentwicklungen werden teilweise gar nicht mehr von zentralisierten Plattformen unterstützt – so etwa dezentralisierte Applikationen (sogenannte DApps). „This class of application is extremely challenging because they’re both data and compute-intensive, and they don’t cope well with centralized infrastructure„, erläutert Fedak.

Blockchain setzt dagegen auf ein Peer-to-Peer Netzwerk anstelle einem zentralisierten Verteilungssystem. Gerade deswegen ist die Infrastruktur von Blockchain ideal geeignet, um eine Umgebung zum Teilen von Rechenkapazitäten zu schaffen, die dezentral verwaltet wird und so in Echtzeit agieren kann. So könnten Abnehmer und Anbieter von Rechenpower direkt miteinander agieren, ohne auf einen zwischengeschalteten Verteiler angewiesen zu sein.

Solche Ansätze gibt es bereits. So bietet die Plattform Golem etwa eine Plattform zum Teilen von Rechenkapazitäten an, die auf der Ethereum-Blockchain beruht. Individuelle Nutzer können so direkt Kapazitäten mieten und per Kryptowährung bezahlen. Ähnlich operiert auch iEx.ec. Dessen Mitbegründer Fedak glaubt, dass die Blockchain-Infrastruktur einen großen Unterschied machen kann. „“Because the blockchain allows for a decentralized infrastructure, it can bring the data closer to their producers and consumers. Whereas with centralized cloud computing, data-centers tend to be located in remote areas„, so Fedak.

Blockchain bietet eine noch weitgehend ungenutzte Möglichkeit, Rechenkapazitäten weltweit nach Bedarf zu verteilen. Die weltweit steigende Nachfrage wird es nötig machen, dieses Potential mehr auszuschöpfen.

via TechCrunch

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1 Kommentar

  1. Trumper

    24. Januar 2017 at 21:26

    Dem ist leider -auf Dauer- NICHT so. So, wie schon Cloud-Computing erhebliche Sicherheitsrisiken beinhaltet, die von den meisten Unternehmen nicht richtig verstanden werden, ist eine Blockchain-Technologie, wie u.a. hier beschrieben http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=423127 etwas, das eine Spiegelung redundanter Informationen auf den Rechnern tausender oder Millionen/Milliarden Teilnehmer erfordert. Diese potentiell exponentielle Aufblähung der Datenvolumina und vor allem -als Flaschenhals- des Datendurchsatzes durch ein mitnichten im gleiche Masse wachsendes Netz (schon gar nicht, ohne dass dafür Kosten anfallen!), wird deser Technik auf immer ein Nischendasein bescheren. Allein die Korrektur falscher Einträge, die dann auf Myriaden Geräten erfolgen muss, ist ein künftiger Alptraum!

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