Um in Zukunft noch mehr auf erneuerbare Energiequellen setzen zu können, muss der aus Wind, Sonne und Wasser gewonnene Strom bei Überschussproduktionen zwischengespeichert werden können, um bei Flaute den Ausgleich zu schaffen. Zudem werden Batteriekraftwerke wie etwa das 2014 in Schwerin in Betrieb genommene Objekt dafür benötigt, Netzschwankungen vorzubeugen. Mit der Förderung des Umweltinnovationsprogramms, wurde das Speicherkraftwerk der WEMAG AG 2014 erstmals in Betrieb genommen. Wie die Zahlen des ersten Betriebsjahres von 2015 zeigen, läuft das Ganze auch ziemlich erfolgreich.


Batteriespeicher
Der Batteriespeicher Schwerin-Lankow hat sich als tauglich und erfolgreich erwiesen (Bild: WEMAG AG)

Deutschlands erster marktfähiger Batteriespeicher läuft stabil und erfolgreich

Um die witterungsabhängigen Stromschwankungen der Erneuerbaren entsprechend zähmen zu können, bedarf es Zwischenspeicherlösungen. Was Tesla und Sonnen sowie auch Daimler im Kleinen für den Privathaushalt anbieten, muss auch im großen funktionieren um langfristig gesehen von den fossilen Kraftwerken wegzukommen.

Schon beim kleinsten Ungleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch reagiert das in Schwerin eingerichtete Batteriekraftwerk unverzüglich. Bei zu viel Sonnen- beziehungsweise Windstrom, wie dieser etwa Muttertag und zu Pfingsten generiert wurde, wird das Überangebot kurzzeitig gespeichert und später wieder in das Netz zurückgespeist. Momentan müssen immer wieder Kohle- und Gaskraftwerke noch einspringen um Schwankungen auszugleichen. Das erfordert fossile Brennstoffe und erhöht die Treibhausgasausstöße. Der Erfolg des Schweriner Batteriespeicherkraftwerks zeigt jedoch, dass derartige Speicher auch in Zukunft eine störungsfreie und wartungsarme Alternative darstellen können. Zudem können, wie das Beispiel ebenfalls zeigt, solche Anlagen auch wirtschaftlich profitabel betrieben werden. Das Schwerin-Lankow Speicherkraftwerk in hat 5 Megawatt Leistung und 5 Megawattstunden Kapazität.


Parallel zu den angeführten Bestrebungen, arbeiten auch Forscher aus Aachen an profitablen und stabil laufenden Groß-Batteriespeicher für überschüssigen Strom. Hier wird auf einen Mix aus unterschiedlichen Batterie-Technologien gesetzt. Es handelt sich dabei um ein bisher einzigartiges Projekt, das in diesen Dimensionen seines gleichen sucht. Von einem marktfähigen Batteriekraftwerk ist man hier aber noch ein wenig entfernt.

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