Windwheel 2.0: In dieser modernen Windmühle können Leute wohnen

Die Niederlande sind weltweit bekannt für ihre zahlreichen Windmühlen. Man kann also durchaus sagen, dass das Land eine lange Tradition bei der Nutzung der Windkraft hat. Die niederländische Firma Windwheel Corporation hat dieses Motiv nun in ein gewagtes Neubauprojekt integriert. Vor der Küste von Rotterdam soll mit dem Windwheel 2.0 ein Gebäude errichtet werden, das optisch an eine Windmühle erinnert, zahlreichen Leuten eine Übernachtungsmöglichkeit bietet und zusätzlich noch saubere Energie produziert. Ziel der Firma ist es, für die Stadt Rotterdam ein architektonisches Highlight zu errichten und gleichzeitig unter Beweis zu stellen, dass moderne Architektur, landesspezifische Traditionen und eine nachhaltige Bauweise sich keineswegs ausschließen müssen – sondern vielmehr zusammengehören.

So könnte das Windrad 2.0 vor der Küste Rotterdams aussehen. Foto: DoepelStrijkers

Auch Touren in die Unterwasserwelt sind möglich

Im Inneren der modernen Windmühle sollen sich zum einen klassische Apartments und ein Hotel befinden. Es ist aber auch ein Anlegeplatz für Kreuzfahrtschiffe und ein Restaurant auf dem Dach geplant. Außerdem sind mobile Kabinen in den Entwurf integriert. Diese folgen jeweils bestimmten Themen – sind also mit einer Bar ausgestattet oder wie ein Yoga-Zimmer eingerichtet – und können sich entlang der Außenfassade des Gebäudes bewegen. Mit einigen Kabinen kann beispielsweise an den höchsten Punkt des Gebäudes gefahren werden, um die Aussicht zu genießen. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich: Einige Kabinen sollen unter Wasser tauchen können, um die Meereslandschaft beobachten zu können.

Sonne, Wind und Biogas übernehmen die Energieversorgung

Gebaut werden soll das Windrad 2.0 ausschließlich mit lokalen Baumaterialien. Außerdem wird das Gebäude eine smarte Außenhaut bekommen. Diese verhindert, dass sich die Zimmer im Inneren aufheizen – sorgt aber dafür, dass dennoch ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Ein Teil des Frischwasserbedarfs wird zudem durch aufgefangenes Frischwasser gedeckt. In die Fassade integrierte Solarmodule stellen ebenso eine nachhaltige Stromversorgung sicher wie die Windkraftmodule in der Mitte der runden Konstruktion. Die Bioabfälle, die im Gebäude anfallen, sollen außerdem gesammelt und dann zu Biogas verarbeitet werden. Bisher ist allerdings noch nicht bekannt, ob die vor Ort produzierte saubere Energie ausreichen wird, um das Gebäude zu betreiben oder ob teilweise noch zusätzlich Strom eingekauft werden muss.

Via: Inhabitat