Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) wird unser Leben verändern. Mit der Zeit wird es immer mehr Gegenstände geben, die sich ins Internet einbinden lassen, bis ein Netzwerk aus Hunderttausenden, wenn nicht sogar Millionen Sensoren unserer Planeten umspannt. Das ist nicht zwingend für jeden eine angenehme Vorstellung, aber sehr wahrscheinlich die Zukunft. Doch diese Sensoren wollen mit Energie versorgt werden. Eine gute Lösung könnten organische Solarzellen darstellen.


Earth Internet
Bild: frankieleon, Flickr, CC BY-SA 2.0

Organische Photovoltaik-Zellen für Smart-Sensoren

In einigen Fällen ist die Lösung offensichtlich. Sensoren in Kühlschränken, Herden oder Waschmaschinen können in die Stromversorgung dieser Geräte eingebunden werden. Schwieriger wird es mit Sensoren, die beispielsweise die Wasserqualität in abgelegenen Gebieten oder den Zustand von Zuggleisen messen. Diese Sensoren könnten mit Hilfe von sogenannten organischen Solarzellen mit Strom versorgt werden. Diese sind günstig und flexibel genug, um an Sensoren jeglicher Größe und Form angepasst zu werden.

Die Solarzellen können bis zu 2 Mikrometer dünn sein, was etwa 50 Mal dünner ist als ein menschliches Haar. In Anbetracht ihrer Ausmaße sind sie erstaunlich effizient und können große Mengen Licht aufnehmen.


Organische Photovoltaik-Zellen (OPVs) unterscheiden sich von herkömmlichen Photovoltaik-Zellen vornehmlich dadurch, dass sie aus synthetisierten organischen Materialien hergestellt werden, die als Substrat zu günstigen Kunststoffen hinzugefügt werden. So sind sie extrem leicht und flexibel und können ganz unterschiedliche Farben haben.

OVPs finden ihre Nische

Reguläre Photovoltaik-Zellen brauchen ein bis zwei Jahre, bis sie die Energie gewonnen haben, die in ihre Produktion geflossen ist. Bei OPVs beträgt diese sogenannte “energy payback time” lediglich einen Tag. Dank ihrer Flexibilität können die organischen Solarzellen theoretisch sogar auf Kleidung angebracht werden. Sie haben außerdem eine beeindruckende Fähigkeit, diffuses oder mattes Licht einzufangen, was sie ideal für den Einsatz in Gegenden macht, die klimatisch nicht perfekt für Solarzellen sind. Ihre Eigenschaften machen organische Photovoltaik-Zellen zu einem wahren Gamechange für das Internet der Dinge, da sich viele Sensoren an Orten befinden werden, an dem sie nicht gerade optimal dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Wenn die Vision von einer mit Smart-Sensoren durchzogenen Welt Wirklichkeit werden soll, dann wird es notwendig sein, entsprechende Lösungen für die Energieversorgung bereitzustellen. Organische Photovoltaik-Zellen könnten diese Lösung sein.

 

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Manuel

    12. November 2015 at 10:25

    Was genau ist dieses Intenet der Dinge? Noch nie gehört.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.