Das Great Barrier Reef umfasst etwa 3.000 kleinere Korallenriffe, die sich über eine Länge von insgesamt 2.575 Kilometer und eine Fläche von etwa 344.400 Quadratkilometer erstreckt. Es ist die Heimat Tausender Tierarten, von kleinen Schalentieren über große Meeresschildkröten bis hin zu Walen. Unglücklicherweise stirbt das Great Barrier Reef. Der Grund dafür sind zu warme Wassertemperaturen. Forscher gaben nun die erschreckende Nachricht bekannt, dass große Teile des Riffes, das als eines der sieben Naturweltwunder bezeichnet wird, unrettbar verloren sind.


Bild: Amazing Great Barrier Reef, Sarah Ackerman, Flickr, CC BY-SA 2.0

Erderwärmung tötet Korallenriffe

Schuld am Sterben des Great Barrier Reef ist die globale Erwärmung. Diese führt zu wärmeren Wassertemperaturen, die wiederum zu Korallenbleiche führen, einem Prozess, bei dem Korallen die Algen abstoßen, die symbiotisch in ihrem Gewebe leben und essentiell für ihr überleben sind. Wenn dies in großen Dimensionen auftritt, spricht man von einem „Mass Bleaching Event“. Das Great Barrier Reef wurde bereits vier mal von so einem Event heimgesucht: 1998, 2002, 2016 und 2017. Das Problem: Nach jedem dieser Events benötigt das Riff eigentlich mindestens 10 Jahre, um sich zu erholen. „It takes at least a decade for a full recovery of even the fastest growing corals, so mass bleaching events 12 months apart offers zero prospect of recovery for reefs that were damaged in 2016„, so James Kerry vom ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies der James Cook University.

Das ARC Centre führte eine Untersuchung aus der Luft durch, bei der etwa 8000 individuelle Riffe untersucht wurden. Laut den gesammelten Daten sind inzwischen 1500 Kilometer des Great Barrier Reef gebleicht. Weiterer Schaden wurde durch den Zyklon „Debbie“ verursacht, der Teile des Riffs traf, die von der Korallenbleiche verschont geblieben sind. „We’ve given up. It’s been my life managing water quality, we’ve failed„, verzweifelt Jon Brodie, ein Experte für Wasserqualität von der James Cook University.


Tod eines Naturwunders

Was für eine Katastrophe das Sterben des Great Barrier Reef ist, wissen vor allem die, die je in den Genuss kamen, in den Gewässern des Great Barrier Reef zu schnorcheln oder gar zu tauchen. Die Biodiversität des Riffes ist überwältigend, und bis vor einigen Jahren galt das Great Barrier Reef als eines der besten Tauchgebiete der Welt. Ein Ruf, der leider nicht mehr ganz der Wahrheit entspricht.

Und aktuell ist tatsächlich keine Besserung in Sicht. Mehr noch: Vieles spricht dafür, dass die Wassertemperaturen in Zukunft nur noch mehr steigen werden, was auch die verbleibenden, noch intakten Riffteile zerstören dürfte. Der endgültige Tod des einst als größte lebende Struktur der Welt bekannten Riffes scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Vielleicht gibt dieses Event uns aber den Schubs, den wir als Menschheit brauchen, um das Thema Klimawandel ein wenig ernster zu nehmen.

via Futurism

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