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Wissenschaftlern gelingt Durchbruch bei Diabetes-Typ-1-Behandlung mit Stammzellen

Im September haben wir bereits über Wendy Peacock berichtet. Mit der Hilfe implantierter Stammzellen in das Bauchfell konnten Ärzte in den USA die Diabetes-Patientin heilen. Die Stammzellen waren in der Lage den Blutzuckerspiegel zu messen und daraufhin angepasst entsprechend Insulin abzugeben. Bisher handelt es sich hierbei um einen glücklichen Einzelfall. In Zukunft könnte diese neue Behandlungsmethode vom Typ-1-Diabetes jedoch tausenden Menschen helfen, wieder mehr Lebensqualität zurück zu erlangen. Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Universität Harvard ist nun ein weiterer Durchbruch auf diesem Gebiet gelungen. So konnten Mäuse durch die Injektion Insulin produzierender Stammzellen ein halbes Jahr lang vom Typ-1-Diabetes befreit werden.

Diabetes - eine Krankheit, die den Alltag prägt

Diabetes – eine Krankheit, die den Alltag prägt

Mäuse waren ein halbes Jahr lang von Diabetes befreit

Typ-1-Diabetes-Erkrankte sind bislang darauf angewiesen sich täglich mit Insulin zu versorgen um den Blutzuckerspiegel entsprechend zu regulieren. In Zukunft könnte sich diese Prozedur der täglichen Zugabe auf wenige Eingriffe im Jahr beschränken. Wissenschaftler vom MIT und der Harvard-Universität konnten Mäuse mit Insulin produzierenden Zellen versorgen und die Tiere somit insgesamt 174 Tage vom Typ-1-Diabetes befreien. Die Zellen waren in der Lage je nach Bedarf Insulin zu produzieren und den Blutzuckerspiegel im Zaum zu halten. Dabei wurden die implantierten Zellen auch nicht sofort vom körpereigenen Immunsystem abgestoßen. Dass dieses Verfahren auch an Menschen funktionieren kann, zeigen bereits erfolgreiche Behandlungen wie diese von Wendy Peacock. Wie die Wissenschaftler unter anderem im Fachmagazin Nature schreiben, wurde zusammen mit zahlreichen Experten ein Trägermaterial entwickelt, das menschliche Zellen der Bauchspeicheldrüse enthält und basierend auf embryonale Stammzellen dazu geeignet ist menschliche Insulin produzierende Zellen zu züchten. Diese Zellen wurden schließlich dann bei Mäusen implantiert. Nach kurzer Zeit begannen die Zellen dann Insulin in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel zu produzieren.

Diese neue Behandlung soll in einigen Jahren auch bei Menschen getestet werden und könnte alsbald die tägliche Insulininjektion der Vergangenheit angehören lassen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Patienten eines Tages nur noch alle paar Jahre dann mit Stammzellen behandelt werden müssten. Daniel Anderson, einer der Co-Autoren der aktuellen Studie, sieht sogar noch viel mehr Potential in den aktuellen Ergebnissen. So könnte es sogar möglich sein den Patienten schon in wenigen Jahren neue Bauchspeicheldrüsen zu implantieren, die den Blutzuckerspiegel von allein und ohne die zusätzliche Einnahme von Medikamenten regeln.

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