Mit dem energieautarken Wohnwagen „Wohnwagon“ stellte das gleichnamige Startup aus Österreich vor knapp zwei Jahren eine fahrbare Behausung vor, mit der der Besitzer komplett unabhängig von Strom- und Wassernetzen ist. Nun legt das Unternehmen nach: Das Wohnwagon Minihaus verfolgt das gleiche Konzept wie sein Vorbild auf Rädern, nur dass es sich eben um ein stationäres Tiny House handelt. Den eigenen Prinzipien bleiben die Macher dabei aber treu: Reduziert auf das Wesentliche und so autark wie möglich.

Geschlossene Kreisläufe sorgen für beinahe perfekte Autarkie

Wie auch der Wohnwagon setzt das Wohnwagon Minihaus auf einen geschlossenen Wohnkreislauf. Ein durchdachtes System aus Photovoltaik-Anlage und einem Batteriespeicher sorgt für die Stromversorgung und wird bei Bedarf von einem Windrad ergänzt. So kann sogar ein Konzept für E-Mobilität in die Stromversorgung des Minihauses integriert oder auf Wunsch überschüssige Energie ins Netz eingespeist werden.

Für behagliche Wärme im Winter sorgt ein 10 kW Ofen, der mit Holz oder mit Pellets befeuert wird. Dieser ist neben der Heizung auch für Warmwasser und für Kochen und Backen verantwortlich. Im Sommer kommt die Energie für die Warmwasserproduktion von den Überschüssen der Phtovoltaik-Anlage. Ein kombinierter Pufferspeicher mit 1.200 Liter Kapazität sorgt dafür, dass es nie an warmen Wasser oder Heizungswärme fehlt. Hier entstehen auch die einzigen Betriebskosten, die auf Besitzer des Wohnwagon Minihaus zukommen: Das Feuerholz oder die Pellets für den Ofen müssen gekauft werden.

Die Bio-Toilette produziert Düngemittel und Schwarzerde.

Das Wohnwagon Minihaus erreicht mit seinem ausgeklügelten Konzept eine Autarkie von beeindruckenden 97 Prozent. Dafür sorgen auch die geschlossenen Wasserkreisläufe mit Bio-Toilette und Pflanzenkläranlage mit Sumpfpflanzendach. Dabei produziert die Bio-Toilette Dünger und Schwarzerde, während die Pflanzenkläranlage „Grauwasser“ beispielsweise aus der Dusche wieder zu Trinkwasser aufbereitet.

Auch bei den Baumaterialien setzt das Minihaus auf Natürlichkeit. Zum Einsatz kommt Holz sowie hochwertige Schafwolle als Dämmmaterial.

Der Traum vom autarken Wohnen

Der Wohnwagon bietet Lebensraum auf Rädern im Minimalisten-Stil. Das Wohnwagon Minihaus ist zwar stationär, kann aber schnell und einfach auf- und abgebaut werden, sodass theoretisch eine schnelle Umsiedlung möglich ist. Der Aufbau ist dabei modular. Das Wohnwagon Minihaus wird in einer Werkstatt erbaut und kann dann am Aufstellort innerhalb von 3-4 Tagen erreichtet werden. Dabei kann auf individuelle Wünsche der Bauherren eingegangen werden. Von der Basisversion zum Selberbauen bis hin zum komplett einzugsfertigen Haus kann sich der Bauherr so viel einbringen, wie er eben möchte. Auf Wunsch übernimmt das Team von Wohnwagon auch den Genehmigungsprozess für den Bau bei den Behörden sowie die Bauaufsicht.

Mit dem Wohnwagon Minihaus erweitern die Gründer Theresa Steininger und Christian Frantal ihre Vision vom minimalistischen, autarken Wohnen um eine Tiny-House-Variante, die sich sehen lassen kann. Das nahezu komplett autarke Minihaus schlägt je nach Ausführung mit Kosten ab 139.000 Euro für die Basisversion und ab 195.000 Euro für die Einfamilienhaus-Version zu Buche.

Der Wohnwagon: So fing alles an

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