Militärs in aller Welt sind traditionell eher zurückhaltend, wenn es um die Herausgabe von Informationen geht. Dies gilt insbesondere bei neuen Technologien, von denen sich die Entwickler einen entscheidenden Vorsprung versprechen. Der Start und die Landung eines Weltraumshuttles lässt sich aber natürlich nur schwer geheim halten. So ist bereits seit Jahren bekannt, dass die US-Luftwaffe mit einem Weltraumshuttle namens X-73B experimentiert. Welche Aufgaben dieser später allerdings einmal genau übernehmen soll, ist noch vollkommen unbekannt. Sicher ist nur, dass der Weltraumflieger im Mai 2015 ins All startete und nun unbeschadet zurückkehrte. Das US-Militär wollte sich weder zu den Fähigkeiten des Shuttles noch zu den Kosten des Programms äußern.


Der Weltraumshuttle bei Rolltests auf der Erde.

Der erste erfolgreiche Flug ins All fand im Jahr 2010 statt

Ursprünglich wurde der Raumgleiter von der NASA entwickelt. Bereits im Jahr 2004 übernahm allerdings das US-Verteidigungsministerium das Projekt. Dort ist es inzwischen im „Rapid Capabilities Office“ der Luftwaffe angesiedelt. 2010 erfolgte der erste erfolgreiche Start ins All. Äußerlich ähnelt X-73B etwas dem bekannten Spaceshuttle. Die Dimensionen sind allerdings deutlich kleiner. So ist der geheimnisvolle Weltraumshuttle lediglich rund neun Meter lang und besitzt eine Spannweite von viereinhalb Metern. Das Gewicht beträgt etwa fünf Tonnen. Angetrieben wird der Weltraumflieger durch Batterien, die durch integrierte Solarmodule aufgeladen werden. Bemannte Flüge in den Weltraum haben bisher nicht stattgefunden und sind auch zukünftig eher unwahrscheinlich.

Die weiteren Pläne sind noch vollkommen unbekannt

Luftfahrtexperten aus aller Welt rätseln darüber, wofür der Raumgleiter später einmal genutzt werden soll. Eine Theorie besagt, dass damit vor allem Satelliten ins All transportiert oder dort repariert werden könnten. Ebenfalls möglich ist, dass fremde Satelliten durch X-73B ausgeschaltet oder sogar eingefangen werden sollen. Andere Experten gehen hingegen davon aus, dass der Raumflieger als eine Art unbemannter Bomber aus dem Weltraum konzipiert wurde. Wie genau dies allerdings funktionieren könnte, ist noch unklar. US-Medien zitierten zudem einen ungenannten Luftwaffenmanager, der berichtete, der Weltraumshuttle solle vor allem zur Unterstützung von Kampffliegern genutzt werden. Auch diese Information wollte die US-Luftwaffe aber nicht kommentieren. Das Rätselraten geht also weiter.


Via: Popsci

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