Urban Farming gilt als gute Möglichkeit, um städtische Flächen effizient zu nutzen und lokale Nahrungsmittel zu produzieren. In Chicago entsteht dabei nun ein ganz besonderes Projekt: Auf dem Dach einer Fabrik werden Gewächshäuser installiert, in denen jährlich bis zu zehn Millionen Pflanzen angebaut werden können – darunter klassisches Gemüse, aber auch Gewürze und Salate. Die Gewächshauskonstruktion ist dabei notwendig, um die Pflanzen vor dem harten Winter in Chicago zu schützen. Die dafür benötigte Energie soll allerdings ausschließlich aus regenerativen Quellen stammen. Die größte Dachfarm der Welt arbeitet also komplett emissionsfrei. Die produzierten Nahrungsmittel sollen dann oftmals noch am Tag ihrer Ernte in der Stadt verkauft werden.


Bild: Gotham Greens
Bild: Gotham Greens

Rund fünfzig Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Pflanzen

Insgesamt wird auf dem Fabrikdach eine Fläche von knapp siebentausend Quadratmetern bepflanzt. Innerhalb der Gewächshäuser kommt dabei modernste Technik zum Einsatz, um optimale klimatische Bedingungen zu gewährleisten. Auf diese Weise soll sich die Produktion je Quadratmeter um bis zu das dreißigfache gegenüber dem klassischen Anbau auf Feldern steigern lassen. Anders als in der weltweit ersten Roboterfarm, die nächstes Jahr in Japan eröffnen soll, wird beim Pflanzenanbau auf dem Dach aber auch auf menschliche Arbeitskraft gesetzt: Insgesamt werden sich rund fünfzig Arbeitskräfte um die angebauten Pflanzen und den Betrieb der Farm kümmern. Auf den Einsatz von Pestiziden müssen sie dabei allerdings verzichten.

Bild: Gotham Greens
Bild: Gotham Greens

Ein Teil der Ernte wird an gemeinnützige Organisationen gespendet

Vielmehr sollen nachhaltige Methoden zum Einsatz kommen, um einen Befall der Pflanzen mit Schädlingen zu verhindern. Konzipiert und umgesetzt wird das Projekt von der New Yorker Firma Gotham Greens auf dem Dach einer Fabrik des Unternehmens Method Products. Die dort angebauten Pflanzen werden nach ihrer Ernte an lokale Restaurants und Einzelhändler verkauft. Ein Teil ist aber auch für gemeinnützige Organisationen vorgesehen, die die Nahrungsmittel dann an Bedürftige weiter reichen. Ziel des Projekts ist es, die lokale Nahrungsmittelproduktion gesünder und aus ökologischer Sicht nachhaltiger zu gestalten. Ähnliche Projekte sind daher für die Zukunft bereits in Planung.


Via: Inhabitat

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