Der Verbrennungsmotor könnte langfristig zu einem Relikt der Vergangenheit werden. Nachdem sowohl Frankreich als auch Großbritannien zuletzt ankündigten, ab dem Jahr 2040 nur noch Neuwagen mit Elektroantrieb zuzulassen, wächst auch der Druck auf die deutsche Bundesregierung, eine ähnliche Maßnahme zu verkünden. Noch schneller könnte zudem das Thema Feinstaubbelastung eine Eigendynamik entwickeln. Gut möglich, dass Gerichte schon bald Fahrverbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in bestimmten Stadtgebieten verhängen. Davon betroffen wären dann nicht nur Autos, sondern auch Motorräder. Die Firma Zero Motorcycles hat allerdings auch in diesem Bereich eine klima- und luftschonende Alternative im Angebot: Elektromotorräder, die mit Ökostrom geladen werden können und dann während der Fahrt keine Emissionen verursachen.


Foto: Zero Motorcycles

Nur in Kalifornien werden mehr Elektromotorräder verkauft als hierzulande

Noch ist das Geschäft vergleichsweise klein: Die Zahl der verkauften Motorräder liegt in Deutschland im vierstelligen Bereich. International reicht dies schon, um als zweitwichtigster Markt zu gelten. Nur in Kalifornien werden noch mehr Elektromotorräder verkauft. Die kleinen Verkaufszahlen hängen auch damit zusammen, dass viele potentielle Käufer noch mit den lauten und großen Maschinen der 1980er Jahre sozialisiert wurden. Doch immer mehr Kunden setzen auf E-Motorräder, um etwa bequem und kostengünstig zur Arbeit zu pendeln und am Wochenende den einen oder anderen Ausflug zu machen. Mit einer Akkuladung können dabei immerhin Touren von bis zu 250 Kilometern gefahren werden.

Die Betriebskosten sind extrem niedrig

Der große Vorteil zudem: Weil deutlich weniger Elektronik versorgt werden muss – Motorräder haben beispielsweise kein Radio und keine Fensterheber – können auch kleinere Akkus genutzt werden. Diese lassen sich daher auch problemlos an der Haussteckdose laden. Was allerdings etwas Zeit in Anspruch nimmt: Um den Akku vollständig zu füllen, werden rund acht Stunden benötigt. Dafür sind die Kosten wiederum extrem niedrig: Die komplette Reichweite wird für rund 1,80 Euro erreicht. Auf diese Weise relativiert sich auch der recht hohe Anschaffungspreis von 12.000 bis 18.000 Euro. Hilfe von der Bundesregierung gibt es allerdings keine: Anders als bei Elektroautos gibt es für die entsprechenden Motorräder keine staatliche Kaufprämie.


Via: Zero Motorcycles

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1 Kommentar

  1. Ralf Heinzen

    31. Juli 2017 at 14:00

    Hallo allerseits,

    so begrüßenswert die Entwicklung der elektrischen Mobilisierung auch ist, wird m.E. gerade bei elektrischen Zweirädern zu wenig auf die Reichweite geachtet.

    Elektroroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h sind eher für den urbanen Raum und somit mit einer Reichweite bis zu 150 km sicherlich ausreichend ausgestattet.

    Mit so kleine „Moppeds“ wie die von Zero Motorcycles kann dann vielleicht mal das Umland erkundet werden – für Tagestouren und zum Resien sind sie aber bei weitem nicht geeignet.

    Mein Wunsch ist:
    Baut ein reisetaugliches Motorrad, eine Reiseenduro wie z.B. BMW F 800 GS oder Honda Africa Twin oder Triumpf Tiger 800 oder auch größer wie BMW R1200 GS oder ähnlich, Gewicht fahrbereit rund 220 kg mit einer Leistung von ca. 50 – 75 KW und einer Reichweite von echten 500 km! Und keine Designstudio für das Jahr 2200, auf dem man nicht sitzen kann!

    Siemens liefert einen Elektromotor von 13 kg und 65 KW – hab ich hier gelesen. Da müssten doch genug Gewichtsreserven für den Akku möglich sein, oder?

    Ich wäre sofort Kunde! Und bin bestimmt nicht der Einzige!

    R. Heinzen

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