Windkraftanlagen an Land produzieren zwar inzwischen sehr zuverlässig Strom, das Potential für diese Technologie ist aber logischerweise begrenzt. Deutlich mehr Strom könnte hingegen durch Windparks auf dem Meer gewonnen werden – wobei die Konstruktion und der Anschluss ans Stromnetz natürlich ungleich komplizierter sind. Die Unternehmen lernen dabei allerdings ständig dazu und sind zuversichtlich, zukünftig immer günstiger Strom produzieren zu können. So hat sich die Branche zum Ziel gesetzt bis zum Jahr 2025 den Preis pro Kilowattstunde auf unter acht Cent zu senken. Dass dies möglich ist, stellt nun ein dänisches Unternehmen unter Beweis: Dong Energy entwickelt in den Niederlanden einen Offshore-Windpark, dessen Strom anschließend für 7,27 Cent je Kilowattstunde abgenommen wird.


Quelle: Windpower
Quelle: Windpower

Eine Millionen Haushalte können mit sauberem Strom versorgt werden

Genau genommen handelt es sich sogar um zwei Windparks – Borssele 1 und 2 – mit einer Leistung von jeweils 350 Megawatt. Den Angaben des Unternehmens zufolge würde dies ausreichen, um etwa eine Millionen niederländische Haushalte mit klimaneutralem Strom zu versorgen. Bis allerdings tatsächlich der erste Strom produziert wird, dauert es noch ein wenig. Dong Energy kalkuliert mit einer Bauzeit von vier Jahren – hat sich in den Vertrag aber auch noch ein weiteres Jahr Bauzeit als Puffer schreiben lassen. Nach der Fertigstellung ist die Abnahme des Stroms zum Preis von 7,27 Cent je Kilowattstunde dann für fünfzehn Jahre garantiert.

Die Windparks liegen rund 22 Kilometer vor der Küste

Anschließend muss der Strom ganz normal zu den gültigen Marktpreisen verkauft werden. Die Konstruktion der beiden Windparks dürfte dabei gar nicht so einfach werden. Denn die bereitgestellten Flächen liegen immerhin rund 22 Kilometer von der Küste entfernt. Dafür gibt es dort aber einen gut zu bebauenden Meeresgrund und einen vergleichsweise starken und gleichmäßigen Wind. Für den Anschluss des Windparks an das niederländische Stromnetz ist dann allerdings nicht Dong Energy selbst verantwortlich. Dies wird der niederländische Netzbetreiber TenneT übernehmen. Dong Energy hat in der Vergangenheit auch in Deutschland bereits Offshore Windparks realisiert – unter anderem Borkum Riffgrund mit einer Leistung von 312 Megawatt.


Via: Windpower

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