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Zika-Virus: Duisburger Unternehmen entwickelt ersten Schnelltest

Der Zika Virus breitet sich in Lateinamerika rasant aus und hat die WHO damit veranlasst, den globalen Gesundheitsnotstand zu erklären. Schwangere müssen dringend vor einer Infektion geschützt werden, der neu entwickelte Zika-Test aus einem Duisburger Labor wird bei der Ortung des Erregers sehr hilfreich sein.

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Die Tigermücke als Virenüberträger in Aktion

Schnelles Ergebnis baut auf bereits vorhandenen Erkenntnissen auf

Das private Labor Genekam Biotechnology AG in Duisburg hat sich auf Virologie spezialisiert, es liefert bereits Tests für Ebola, die Vogelgrippe und SARS. Zur Produktpalette gehören aber auch Tests aus anderen Bereichen, wie Vaterschafts- und Ovulationstests. Doch nachdem die große Gefahr bekannt wurde, die aktuell durch den Zika-Virus ausgeht, haben die Forscher sich wieder einmal auf ihr Spezialgebiet konzentriert und überraschend schnell ein funktionierendes Testverfahren für diesen Erreger entwickelt. Die Wissenschaftler waren deshalb so zügig erfolgreich, weil in ihren Labors bereits das ebenfalls von der Tigermücke übertragene Dengue-Fieber erforscht wird, dessen Erreger mit dem Zika-Virus verwandt ist. Auf den bereits vorhandenen Erkenntnissen ließen sich recht leicht neue Forschungen aufbauen.

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Der neue Zika-Test funktioniert per Blut- Sperma oder Gewebeprobe

Identifizierung des Erregers bislang sehr aufwändig

Die Chemikalien im neuen Duisburger Schnelltest weisen ausschließlich das Zika-Virus nach, und zwar mittels einer DNA-Probe aus Körperflüssigkeit oder Gewebe. Der Auftrag für die Entwicklung des Verfahrens kam aus Mexiko, einem Land, das aktuell aktiv gegen die Ausbreitung des Virus’ kämpft. Auch die WHO hat sich bereits an das deutsche Labor gewandt, weil man sich von hier Unterstützung erhoffte. Da der Virus nur sehr schwer von anderen Erregern zu unterscheiden ist, war seine Identifizierung bislang nur im aufwändigen Verfahren, zum Beispiel durch Spezialisten des Hamburger Robert-Koch-Instituts, möglich.

Gentest zeigt auch die Virenmenge an

Auch der neue Gentest muss laut Firmenchef Sudhir Bhatia von medizinischen Experten in Krankenhäusern und Gesundheitsämtern durchgeführt werden, doch lässt er sich viel leichter anwenden und kostet vergleichsweise wenig: 600 Euro für 100 Zika-Schnelltests. Der Test zeigt nicht nur an, ob sich der Erreger im Körper eines Patienten befindet, sondern gibt auch Auskunft über die Menge der Viren in pro Probe. Brasilien nimmt bereits die erste Lieferung aus Duisburg in Empfang.


Quelle: genekam.de

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