Brandschutz spielt auch auf der Internationalen Raumstation ISS eine wichtige Rolle. Bisher fehlen den Astronauten aber Erkenntnisse darüber wie sich ein Feuer im Weltraum tatsächlich verhält. Zwar wurden zu Testzwecken bereits kleinere Flammen im All angezündet – dies geschah aber immer in einer kontrollierten Umgebung. Nun soll es aber zu einem ersten wirklichen Feldversuch kommen. So wird eine Cygnus Transportkapsel in der nächsten Woche zur Raumstation fliegen und dort Nachschub an Material abliefern. Anschließend wird sie aber zunächst nicht in der Erdatmosphäre verglühen, sondern noch einige Tage im All verbleiben. An Bord soll dann das Experiment Saffire durchgeführt. Mit anderen Worten: Es wird innerhalb eines Glasbehälters ein Feuer entfacht.


Via: Phys.org
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Nach rund zwanzig Minuten soll das Feuer von alleine wieder ausgehen

Kameras sollen dann beobachten, wie sich die Flammen ausbreiten. Die Wissenschaftler wollen dabei unter anderem die Größe der Flammen, die Schnelligkeit der Ausbreitung, die Hitzeentwicklung und die Gasentwicklung beobachten. Da sich dies nicht alleine mit Kameras bewerkstelligen lässt, wurden zudem auch einige Sensoren angebracht, die die entsprechenden Daten sammeln und auf die Erde senden sollen. Verläuft dabei alles wie geplant, wird das Feuer dann nach rund zwanzig Minuten von alleine wieder erlischen. Für den Sommer ist bereits die zweite Stufe des Experiments geplant: Im Rahmen von Saffire II sollen dann neun verschiedene Materialien kontrolliert im All abgebrannt werden.

Experiment ist für die Sicherheit der Weltraummissionen von Bedeutung

Ziel der Experimente ist es, den Brandschutz auf der Internationalen Raumstation zu verbessern. So soll auf diese Weise geklärt werden, wie feuerresistent Materialien sein müssen, die im Weltall verbaut werden. Auch die Systeme zum Aufspüren und Löschen von Feuerstellen auf der Raumstation sollen mit Hilfe der neuen Erkenntnisse verbessert werden. Gary Ruff, bei der NASA verantwortlich für die Saffire-Experimente, betont daher, dass diese „wichtig sind für die Sicherheit der laufenden und zukünftiger Weltraummissionen“. Nach dem Ende des Experiments wird die Cygnus-Kapsel dann ihren natürlichen Weg nehmen: Sie wird beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen.


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