China hat sich in den letzten Jahren zunehmend den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben. So ratifizierte das Land vor kurzem – gemeinsam mit den Vereinigten Staaten – den Weltklimavertrag von Paris. In den letzten Jahren wurde zudem massiv in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert. Davon profitierte zuletzt insbesondere die Solarenergie: Alleine im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 22 Gigawatt in Betrieb genommen. Zum Vergleich: In ganz Großbritannien sind bisher Solaranlagen mit einer Kapazität von elf Gigawatt installiert worden. In der Region Ningxia im Norden Chinas entsteht zudem aktuell das größte Solarkraftwerk der Welt. Dort sollen zukünftig rund sechs Milionen Solarpanels zwei Gigawatt sauberen Strom produzieren.


Via: Business Green
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Das Solarkraftwerk wird mehr als zwei Milliarden Euro kosten

Damit würde alleine dieses eine Kraftwerk mehr Solarstrom produzieren als beispielsweise sämtliche Solaranlagen im sonnenreichen Thailand gemeinsam. Gebaut wird das Riesenkraftwerk allerdings nicht vom chinesischen Staat, sondern von privaten Investoren. Diese haben in die Firma China Minsheng New Energy Investment Co. investiert, die in den nächsten Jahren rund 13 Milliarden Euro in neue Photovoltaikanlagen stecken möchte. Alleine das Kraftwerk in der Region Ningxia kostet dabei umgerechnet 2,34 Milliarden Euro – wobei die Firma davon profitiert, dass die Preise für Solarpanels immer günstiger werden. Das neue Kraftwerk hat zudem auch Vorteile für die Menschen vor Ort. Denn die Solarpanels spenden Schatten und sorgen so dafür, dass Böden bepflanzbar werden, die sonst aufgrund der Sonneneinstrahlung nicht genutzt werden konnten. Dieses Konzept der Agrarphotovoltaik wird aktuell auch in Deutschland getestet.

Die Stromleitungen müssen noch ausgebaut werden

Ein Problem ist allerdings momentan noch ungelöst. Denn die Stromleitungen der Region sind nicht für die enormen Mengen an Solarenergie ausgelegt. Es gelingt also nicht immer den produzierten Strom auch dahin zu transportieren, wo er benötigt wird. Bis zu zwanzig Prozent des sauberen Stroms geht daher aktuell noch ungenutzt verloren. Je weiter das Kraftwerk zudem ausgebaut wird, desto größer dürfte das Problem werden. Die beteiligten Investoren gehen aber davon aus, dass zeitnah mit einer Aufrüstung der Stromleitungen begonnen wird.


Via: Cleantechnica

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