Home » Technik » Zwillingsstudie im All: US-Astronaut Scott Kelly kehrt auf die Erde zurück

Zwillingsstudie im All: US-Astronaut Scott Kelly kehrt auf die Erde zurück

Zwillingsstudien sind für die Forschung oftmals von besonderem Interesse. Denn genetische Einflüsse lassen sich so weitgehend ausschließen. Kehrt beispielsweise ein Astronaut nach einem längeren Aufenthalt im Weltall auf die Erde zurück und hat anschließend eine verminderte Sehkraft, kann dies am Weltraumaufenthalt oder am Alter liegen. Der Vergleich mit einem eineiigen Zwilling kann dann Aufschluss darüber geben, welche Möglichkeit die wahrscheinlichere ist. Allerdings ist die Zahl der Astronauten mit eineiigem Zwilling begrenzt – genau genommen gibt es nur zwei: Den US-Amerikaner Scott Kelly und seinen Bruder Mark. Scott wird dabei morgen nach fast einem Jahr von der Internationalen Raumstation zurückkehren und soll dann – gemeinsam mit seinem auf der Erde gebliebenen Bruder – ausgiebig untersucht werden.

Via: Popsci Foto: Marco Grob

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Erkenntnisse sind für eine mögliche Marsmission von Bedeutung

Neben der Sehkraft sollen dabei auch das Immunsystem, die Magenbakterien, der Knochen- und Muskelverlust sowie die mentale Gesundheit genauer analysiert und verglichen werden. Die Erkenntnisse dieser etwas ungewöhnlichen Zwillingsstudie könnten dann zu einer erfolgreichen Marsmission beitragen. Denn nach heutigem Kenntnisstand dürfte eine Reise zum roten Planeten insgesamt zwischen zwei und drei Jahre in Anspruch nehmen. Für die NASA ist es daher von Bedeutung, zu verstehen, welche Auswirkungen eine solch lange Zeit im All auf den menschlichen Körper hat. Anschließend kann dann überlegt werden, welche Gegenmaßnahmen auf dem Flug zum Mars ergriffen werden könnten.

Scott Kelly ist inzwischen der Amerikaner mit den meisten Tagen im All

Kellys Trip zur Raumstation war aber nicht nur aufgrund der Zwillingsstudie von Bedeutung. Vielmehr ist er mit insgesamt mehr als 500 Tagen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation inzwischen auch der US-Rekordhalter in dieser Disziplin. Vor der aktuellen Mission war er bereits im Jahr 2011 schon einmal als Kommandeur auf der ISS. Bei seinem diesjährigen Aufenthalt bewies er zudem einen grünen Daumen: Erstmals gelang es ihm, im Weltraum Zinnien zum Blühen zu bringen. Per Twitter ließ er dann die ganze Welt an diesem Erfolg teilhaben. Bis die endgültigen Ergebnisse der ersten Zwillingsstudie im Weltraum vorliegen, dürften noch einige Monate vergehen.

Via: Popsci

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