Der Stella Vie ist ein durchaus beeindruckendes Auto. Die für den Antrieb benötigte Batterie kann alleine durch die in die Oberfläche integrierten Solarmodule aufgeladen werden. Auf diese Weise erreichte das von Studenten entwickelte Auto bei der „Bridgestone World Solar Challenge“ mit weitem Abstand den ersten Platz. Möglich sind sogar Fahrten über Distanzen von mehr als 1.000 Kilometern, ohne dass unterwegs ein Ladestopp eingelegt werden muss. Doch ein wirkliches Vergnügen ist die Fahrt mit dem nur 370 Kilogramm schweren Fahrzeug nicht. Denn es gibt nicht nur keine Klimaanlage, sondern auch die Fenster lassen sich nicht öffnen. Wenn die Solarmodule also bei direkter Sonneneinstrahlung zur Höchstform auflaufen, gerät auch der Fahrer erheblich ins Schwitzen.


Foto: Bart van Overbeeke, Eindhoven University of Technology

Die Batterie soll alleine durch Solarstrom geladen werden können

Alleine an diesem Beispiel wird klar: Der Stella Vie verfügt zwar über eine offizielle Straßenzulassung, ist aber nicht für den Verkauf an Endkunden konzipiert worden. Vielmehr sollte zunächst einmal die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Ansatzes unter Beweis gestellt werden. Dies ist mit dem Sieg bei der Solar Challenge eindrucksvoll gelungen. Nun wollen die Studenten der Universität Eindhoven den nächsten Schritt gehen und haben die Firma Lighyear gegründet. Das Ziel: Aus dem Stella Vie soll ein Lighyear One werden – oder anders ausgedrückt: Ein Auto, das auch tatsächlich an Kunden verkauft werden kann. Gleichzeitig sollen aber die Vorteile des Stella Vie beibehalten werden. So versprechen die Firmengründer, dass auch das neue Auto innerhalb weniger Stunden alleine mit den Solarmodulen aufgeladen werden kann. Während einer Fahrt bei Tag erhöht sich die Reichweite dann noch einmal um potentiell mehr als einhundert Kilometer.

Zusätzlicher Komfort verringert die Reichweite

Zusätzlich soll allerdings der Komfort noch ein wenig erhöht werden. So gibt es bisher so gut wie keine Schallisolierung, sodass der Lärm des Straßenverkehrs quasi ungefiltert zum Fahrer vordringt. Dies soll ebenso verbessert werden wie die bisher sehr niedrige Sitzposition. Außerdem dürfte das Design im Inneren noch verfeinert werden. Bisher dominiert dort reine Funktionalität mit zahlreichen Klebestreifen und reinem Karbon. All diese Verbesserungen dürften dazu führen, dass die marktreife Variante nicht mehr an die Rekord-Reichweiten von mehr als 1.000 Kilometern herankommen dürfte. Ein interessantes Projekt ist die Firmengründung der niederländischen Studenten aber dennoch. Allerdings mit Konkurrenz aus Deutschland: Auch die Firma Sion Motors arbeitet an einem Solarauto.


Via: Stella Vie

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