Experten gehen davon aus, dass vor allem zwei Aspekte die Verkaufszahlen von Elektroautos in Deutschland negativ beeinflussen. Zum einen die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten und zum anderen die geringe Reichweite in Kombination mit einer noch nicht flächendeckend ausgebauten Ladeinfrastruktur. Die Bundesregierung ist daher bemüht, diese Hemmnisse durch gezielte Förderprogramme zu beseitigen. Bereits im letzten Jahr wurde eine Kaufprämie von 4.500 Euro für Elektroautos beschlossen. Nun soll auch die Ladeinfrastruktur flächendeckend gefördert werden. Dazu hat die Bundesregierung insgesamt 300 Millionen Euro bereitgestellt, um entsprechende Projekte zu unterstützen. Bevor das Geld ausgezahlt werden konnte, musste allerdings noch die EU-Kommission zustimmen. Dies ist nun geschehen.


Bild:  Electric car charging station, PROHåkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0
Bild: Electric car charging station, PROHåkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0

Bisher gibt es in Deutschland 25.000 Ladepunkte

Insgesamt sollen durch das Programm deutschlandweit 15.000 neue Ladestationen für Elektroautos entstehen. Dabei ist geplant, dass 200 Millionen Euro investiert werden, um 5.000 Schnellladestationen einzurichten. Die restlichen 100 Millionen Euro werden dann genutzt, um ein Netz von 10.000 weiteren normalen Ladestationen aufzubauen. Dies würde einen massiven Ausbau der Infrastruktur in Deutschland bedeuten. Denn bisher finden sich in Deutschland insgesamt nur knapp 25.000 Ladestationen. Ein weiterer Ausbau ist zudem zeitnah zu erwarten. So haben die deutschen Autohersteller bereits eine gemeinsame Initiative angekündigt, bei der entlang der europäischen Schnellstraßen ein dichtes Netz an Ladestationen etabliert werden soll. Auch der Elektroauto-Pionier Tesla hat in Deutschland bereits Ladesäulen errichtet.

Der Strom muss aus nachhaltigen Quellen stammen

Das Programm der Bundesregierung wird neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage fördern. Allerdings müssen dafür einige Voraussetzungen erfüllt sein. So ist zwingend vorgeschrieben, dass die Ladestation öffentlich zugänglich sein muss. Ladesäulen auf abgeschlossenen Firmengeländen werden also nicht mit staatlichen Geldern gefördert. Außerdem muss der an den Ladestationen abgegebene Strom zu einhundert Prozent aus nachhaltigen Energiequellen stammen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die anschließende Fahrt mit dem Elektroauto auch tatsächlich emissionsfrei ist. Eine Studie kam vor kurzem zu dem Ergebnis, dass Elektrofahrzeuge alleine in Deutschland jährlich 76.000 Tonnen CO2 einsparen.


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