Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Bundesregierung im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der Weltbank, rund 250 Millionen Euro in den Schutz von Wäldern weltweit investiert. Aus fachlicher Sicht ist dies durchaus sinnvoll. Denn Bäume wirken wie eine Art natürlicher CO2-Speicher und können so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es gab aber auch Kritik an der globalen Initiative. So wurde gefragt, ob das Geld nicht dringender für den einheimischen Wald benötigt würde. Tatsächlich leiden die Bäume hierzulande aktuell gleich unter drei Stressfaktoren: So fällt weniger Regen als nötig, es kommt immer wieder zu heftigen Stürmen und eine Borkenkäfer-Plage konnte bisher nicht unter Kontrolle gebracht werden.


Foto: Forrest, Simon Gehrig, Flickr, CC BY-SA 2.0

Der Bund und die Länder stellen Geld zur Verfügung

Berechnungen des Bundesagrarministeriums zufolge sind daher rund 180.000 Hektar Wald irreparabel zerstört. Doch es ist keineswegs so, dass diese Problematik von der Politik ignoriert wird. Stattdessen fand nun ein sogenannter „Nationaler Waldgipfel“ statt. Das wichtigste Ergebnis: Es werden zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Die Bundesregierung wird beispielsweise nach aktuellem Stand 547 Millionen Euro investieren. Hinzu kommen Mittel der einzelnen Bundesländer, sodass mit einer Summe von 800 Millionen Euro gerechnet werden kann. Es sollen aber nicht nur einfach die zerstörten Gebiete wieder aufgeforstet werden. Stattdessen ist geplant, die Gelegenheit auch für einen Umbau der deutschen Wälder zu nutzen: Monokulturen sollen verschwinden und durch Mischwälder ersetzt werden.

Mischwälder sollen die Widerstandsfähigkeit erhöhen

Der Hintergrund: Gemischte Wälder sind deutlich widerstandsfähiger gegen externe Faktoren wie Schädlingsbefall und Wetterphänomene. In der Vergangenheit wurden dennoch oft Monokulturen angelegt, weil diese aus wirtschaftlicher Sicht einfacher zu nutzen sind. Wenn die Bäume aber vor allem gepflanzt werden, um möglichst viel CO2 zu speichern, rückt der Aspekt der Langlebigkeit verstärkt in den Fokus. Oder um es mit den Worten von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zu sagen: „Bäume müssen groß und alt werden können.“ Einige auf dem Waldgipfel beschlossene Punkte dürften aber auch nicht unumstritten sein. So soll die Jagd ausgeweitet werden, damit weniger Baum-Sprösslinge gleich von Rehen gefressen werden. Aktuell hilft zudem die Bundeswehr dabei, vom Borkenkäfer befallenes Holz möglichst schnell aus dem Wald zu holen.


Via: Der Spiegel

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1 Kommentar

  1. Heine

    26. September 2019 at 18:31

    Lasst doch Mal die Bäume da wachsen wo die Samen von alleine sprießen. … Mäht nicht ständig Rasen in den Städten. Jedes Mal wenn der Rasen wachsen darf riecht die Luft gut. Und nach dem Mähen ist es staubtrocken. Und es wird nicht besser. Lasst in den Städten in Stadt-Gebieten das Laub unter den Bäumen. Das ist wie Dünger. Man. Was soll das nur werden. …. Keiner hat wirklich Ahnung von was. … Ich meine es nur gut. Ich beobachte das. Ich gehe oft Spazieren. Und ich rieche den Unterschied. … Ich bin einfach jedes Mal enttäuscht und traurig. Es reicht doch allemal die Wäsche-Plätze auf Maß zu halten. Wenn das überhaupt nötig ist.

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