Rund sieben Jahre ist es her, dass Luca di Montezemelo, damaliger Präsident von Ferrari, eine kühne Prognose abgab: Autos mit reinem Elektroantrieb hätten keine Zukunft. Mehr noch: Bei Ferrari werde es daher so etwas niemals geben. Zur Ehrenrettung des Managers muss man sagen, dass er elektrische Unterstützung nicht voll ablehnte. So brachte er 2014 mit dem LaFerrari zumindest den ersten Ferrari mit Hybridantrieb auf die Straße – allerdings in limitierter Stückzahl. Als schließlich Sergio Marchionne den Chefposten bei dem legendären italienischen Autobauer übernahm, wurde schnell klar, dass das Thema Elektromobilität nun deutlich aktiver angegangen wird: Er verkündete, innerhalb von drei Jahren sämtliche Modelle der Marke mit dem Pferd mindestens mit einem Hybridmotor zu versehen.


Ferrari FF
Der Ferrari FF fährt noch mit klassischem Verbrennungsmotor.

Teslas Erfolge dienten Ferrari als Ansporn

Nun ging der neue Chef sogar noch einen Schritt weiter: Auf der „North American International Auto Show“ in Detroit kündigte er an, Ferrari werde einen elektrischen Supersportwagen entwickeln. Als Ansporn nannte er in diesem Zusammenhang einen anderen bekannten Namen aus der Autobranche: „Die Leute sind begeistert von dem, was Tesla in Sachen Supersportwagen geschafft hat: Ich werde nicht versuchen, kleinzureden, was Elon [Musk] gemacht hat, aber ich denke, wir alle können das schaffen“, so der Ferrari-Chef. Tatsächlich haben auch andere Hersteller bereits ähnliche Projekte angekündigt – darunter auch der deutsche Volkswagen-Konzern. Das Selbstverständnis von Ferrari besagt aber, dass der beste Supersportwagen stets aus Italien kommen muss.

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Zuletzt aktualisiert am 24.05.2018

Leistung steht bei Supersportwagen vor Komfort

Mit näheren Details zu dem Projekt geizte Marchionne allerdings noch. So ist noch unklar, auf welche Art und Weise sich der neue Ferrari von der Konkurrenz abheben soll. Zumal der Begriff Supersportwagen gar nicht im Detail definiert werden kann. Klar ist nur: Bei der Entwicklung steht in erster Linie die Leistung und der Fahrspaß im Vordergrund. Erst danach kommen Dinge wie Komfort und Alltagstauglichkeit. Es stellt aber auf jeden Fall einen Meilenstein dar, dass sich einer der berühmtesten Sportwagenschmieden der Welt nun auch zur Entwicklung eines Elektroautos bekennt – auch wenn dies gegenüber früheren Aussagen eine komplette Kehrtwende darstellt.

Via: Engadget


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