Der 31. März 1999 markierte einen Einschnitt in die Welt des Films: Mit dem Film „Matrix“ der Wachowski-Geschwister kam ein Meilenstein des Action- und SciFi-Genres in die Kinos. Der Film zeichnete sich mit für die damalige Zeit revolutionären visuellen Effekten aus. Aber auch die Geschichte rund um die von Maschinen unterjochte, in einer simulierten Welt lebenden und als Energiequelle genutzte Menschheit hatte es in sich. In „Matrix“ skizzierten die Wachowski-Geschwister eine düstere Zukunftsvision rund um fortgeschrittene Technologien. Blickt man heute nach 20 Jahren auf den Film zurück, stellt man fest, dass die beiden Filmemacher mit ihren Visionen in einigen Belangen gar nicht so weit weg von der heutigen Realität waren.


maschinelles lernen
Foto: matrix reloaded, phsymyst, Flickr, CC BY-SA 2.0

Killerroboter sind beinahe Realität

An die ikonischen Szenen mit „Agent Smith“ wird sich wohl jeder erinnern, der den Film gesehen hat. In der simulierten Matrix handelt es sich dabei um Programme, die als anzutragende Agenten Jagd auf die Protagonisten machen. In dem Teil des Films, der in der realen Welt spielt, sind die entsprechenden Akteure sogenannte „Sentinels“, mehrarmige Killerroboter, die versuchen, den Widerstand leistenden Teil der Menschheit aufzuspüren.

Natürlich gibt es heute keine „Sentinels“, die Jagd auf Menschen machen. Autonome Waffensysteme, die eigenständig zwischen Freund und Feind unterscheiden und sich für oder gegen einen Angriff entscheiden sollen, sind allerdings beinahe Realität. Letztes Jahr fand in Genf eine Konferenz statt, in deren Rahmen hitzig über derartige Systeme diskutiert wurde. Dabei stellte sich vor allem heraus, dass Länder mit großer, florierender Rüstungsindustrie nicht einfach bereit sind, auf „Killerroboter“ zu verzichten.


Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Das die Handlung des Films beherrschende Motiv ist die künstliche Intelligenz der Maschinen, die sich sozusagen gegen ihre Erschaffer auflehnen und einen Krieg beginnen. 1999 war das eine absolute Dystopie. In den letzten 20 Jahren gab es aber wesentliche Fortschritte in Sachen künstlicher Intelligenz. Maschinelles Lernen ermöglicht es Programmen heute, sich selber Fähigkeiten beizubringen. Künstliche Intelligenzen können Sprache und Bilder analysieren, medizinische Diagnosen stellen oder schlicht und einfach extrem komplexe Brettspiele spielen.

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Zuletzt aktualisiert am 15.09.2019

Das alles ist natürlich noch weit entfernt von einer KI, die ein eigenes Bewusstsein entwickelt und sich letztlich sogar gegen die eigenen Erschaffer auflehnt, aber dabei handelt es sich um ein Szenario, vor denen erfahrene KI-Experten und andere Wissenschaftler durchaus bereits heute warnen. So war etwa der 2018 verstorbene Physiker Stephen Hawking der Ansicht, dass KI das Ende der menschlichen Spezies bedeuten könnte. Und auch Microsoft-Gründer Bill Gates warnte vor dem Gefahrenpotential von künstlichen Intelligenzen.

Leben wir in einer Simulation?

Die Theorie, dass die gesamte Menschheit in einer Art gewaltigen Computersimulation lebt, hat in den letzten Jahren einige Anhänger gefunden. Zu den prominenteren davon zählt sicher der Tesla-Gründer Elon Musk, der in einem Interview sagte, er sei überzeugt, dass es lediglich eine Chance von eins zu einer Milliarde gäbe, dass wir tatsächlich in einer realen Welt leben.

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