Die chinesische Firma BYD ist weltweit führend bei der Produktion von Elektro-Bussen. Eigenen Angaben zufolge lieferte das Unternehmen bereits mehr als 50.000 Fahrzeuge an Kunden aus aller Welt. Insbesondere auf dem Heimatmarkt hat die Nachfrage zuletzt aber etwas nachgelassen. Der simple Grund: Die meisten Großstädte des Landes haben ihre Busflotte inzwischen bereits elektrifiziert. Deshalb sucht der Hersteller nun verstärkt nach noch nicht eroberten Märkten und wurde in Kolumbien fündig. In der dortigen Hauptstadt Bogota war man auf der Suche nach Elektro-Bussen. Das Problem: Dort kommen aktuell besonders lange Busse zum Einsatz, die große Passagierzahlen auf einmal aufnehmen können. BYD entwarf daher einen 27 Meter langen E-Bus als saubere Alternative.


Der Bus soll international zum Verkaufsschlager werden

Voll aufgeladen soll der extrem lange Bus rund 300 Kilometer weit fahren. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei stolzen 70 Stundenkilometern, sollte im Normalfall aber nur selten erreicht werden. Insgesamt finden in dem Fahrzeug bis zu 250 Passagiere auf einmal Platz. Der Bus ist also durchaus geeignet, um große Menschenmengen schnell ans Ziel zu bringen. Dies scheint in der kolumbianischen Hauptstadt auch nötig zu sein: Im vergangenen Jahr nutzten täglich mehr als 2,8 Millionen Menschen die Schnellbusse. Der Einsatz in Bogota soll zudem nur der Anfang sein. BYD hofft, den extra langen Elektro-Bus auch noch in weiteren südamerikanischen Städten verkaufen zu können. Die Firma betont daher, dass der K12A genannte Rekordbus auch mit den Bus-Rapid-Transit-Systemen anderer Metropolen kompatibel ist.


Deutschland setzt auf kleinere Elektrobusse

In Deutschland sind 27-Meter-Busse bisher nicht nötig. Aber auch hierzulande setzen immer mehr Städte auf den Elektroantrieb im öffentlichen Personennahverkehr. So existiert in Berlin eine Buslinie, die ausschließlich mit Elektro-Bussen bedient wird. Die hessische Hauptstadt Wiesbaden will im Laufe der nächsten Jahre sogar insgesamt 220 E-Busse anschaffen. Noch einen Schritt weiter geht die Stadt Monheim am Rhein. Dort werden zukünftig autonom fahrende Busse mit elektrischem Antrieb Passagiere befördern. Diese sind allerdings noch deutlich kleiner als der K12A und können jeweils nur ein gutes Dutzend Fahrgäste aufnehmen. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis auch große Busse mit der benötigten Technologie ausgestattet werden. Auch BYD forscht bereits im Bereich des autonomen Fahrens.

Via: Electrek

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