Ambitionierte Schwimmer müssen hohe Umfänge trainieren, um die nötige Grundlagenausdauer für eine gute Wettkampfzeit zu entwickeln. Je effektiver dabei auf die Trainingsvorgaben geachtet wird, desto effizienter ist das Training. Die Kommunikation zwischen Schwimmer und Trainer ist allerdings nur eingeschränkt möglich, so dass der Schwimmer oftmals erst nach der Trainingseinheit Feedback und Verbesserungsvorschläge bekommt. Der speziell für Wassersportler entwickelte Fitness-TrackerXMetrics möchte diese zeitliche Verzögerung eliminieren, indem der Schwimmer über Unterwasserkopfhörer jederzeit über die gemessenen Leistungsdaten informiert wird. Nach Abschluss der Einheit können diese Daten dann auf dem Computer oder per Smartphone-App ausgewertet und zur Vorbereitung des nächsten Trainings genutzt werden.


Xmetrics
Xmetrics virtueller Schwimmtranier

Olympiasieger half bei der Entwicklung

Besonders wichtig war den Entwicklern dabei ein Messgerät zu entwickeln, dass die Schwimmer nicht in ihrem Bewegungsablauf stört. Einige Hersteller experimentierten in der Vergangenheit mit Trainingsmessern für das Handgelenk der Schwimmer. Dieses ist allerdings für eine korrekte Schwimmtechnik von Bedeutung – viele Wassersportler fühlten sich daher durch Armbänder gestört und in ihren Bewegungen beeinträchtigt. Da traf es sich gut, dass Firmengründer Andrea Rinaldo früher selbst Profi-Schwimmer war und aus dieser Zeit noch Massimiliano Rosolino kannte. Dieser gewann bei den Olympischen Spielen 2000 in Sidney Gold über 200 Meter Lagen und brachte sich aktiv in die Entwicklung des XMetrics ein. Die Lösung des Problems: Das Messgerät wird am Hinterkopf, am Befestigungsband der Schwimmbrille, angebracht.

Diese Stelle ist nicht nur aus strömungstechnischen Gesichtspunkten vorteilhaft, sondern stört die Schwimmer auch nicht in ihrem Bewegungsablauf. Es verkomplizierte allerdings die Datenmessung. Denn die Entwickler, wollten nicht nur die Zahl der Bahnen und die jeweilige Zeit messen, sondern beispielsweise auch die Zahl der Schwimmschläge und die Schnelligkeit der Wende. Solche Messungen gestalten sich am Handgelenk natürlich deutlich einfacher. In Zusammenarbeit zwischen Sportlern und Technikern ist es allerdings gelungen, einen Algorithmus zu entwickeln, der diese Werte auch am Hinterkopf des Schwimmers akkurat misst.


Xmetrics

Kopfhörer helfen bei der individuellen Trainingsgestaltung

Über Unterwasserkopfhörer bekommt der Sportler dann seine aktuellen Bahnzeiten angesagt. Die Ansagen lassen sich zudem individuell auf das eigene Training anpassen. Bei Intervalltrainingseinheiten, in denen nur jede zweite Bahn auf Zeit geschwommen wird, kann beispielsweise auch nur jede zweite Bahn gemessen werden. Außerdem lassen sich voreingestellte Zeitintervalle abrufen. Wer also im Wechsel fünf Minuten schnell schwimmen und danach 30 Sekunden Ruhepause einlegen möchte, kann dies seinem XMetrics vorher mitteilen. Dieser gibt dann jeweils ein akustisches Signal, wenn die einzelnen Trainingsphasen wechseln.

Die erste Produktionsserie des XMetrics soll per Crowdfunding finanziert werden. Dabei ist geplant, zwei verschiedene Versionen zu produzieren. Einmal den „XMetrics Pro“ für professionelle Schwimmer und den „XMetrics Fit“ für Freizeitsportler. Für 209 Dollar können sich Interessierte bereits jetzt den „Early Bird“ Status für die Freizeitvariante sichern. Diese wird dann mit dem Namen des Käufers versehen und ab März 2015 ausgeliefert.

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