Die Biene ist für unser Ökosystem von enormer Bedeutung. Aber auch aus wirtschaftlicher Sicht ist sie kaum zu ersetzen – auch wenn Forscher schon mit entsprechenden Robotern experimentieren. Schätzungen gehen davon aus, dass die kleinen Tiere jährlich eine Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 500 Milliarden Euro erbringen. Dennoch sind viele Wildbienen vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist nicht zuletzt der Mensch. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen, kann jeder dazu beitragen, die heimischen Bienenarten zu schützen.


Eine Honigbiene entfernt sich von einer Blüte

1. Bienenfreundlich Pflanzen!

Ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank, immer gilt: Blühende Pflanzen sind für die Bienen von großer Bedeutung. Allerdings muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass es sich nicht um gefüllte Blüten oder ähnliche züchterische Veränderungen handelt. Diese Pflanzen enthalten nämlich keine Pollen und kein Nektar mehr. Außerdem kann es Sinn machen, sich im Bienen-Kataster zu informieren, welche Bienen in der eigenen Region überhaupt existieren – und die Wahl der Pflanzen entsprechend anzupassen. Außerdem nicht unwichtig: Die Blühzeiten der Pflanzen nach Möglichkeit so legen, dass für die Bienen von März bis Oktober ein Angebot besteht.


2. Das Honigglas immer ausspülen!

Ganz einfach ist die Arbeit nicht, dennoch sollten Honiggläser am Ende immer gut ausgespült werden. Denn ein Großteil des Honigs aus Supermärkten stammt aus Nicht-EU-Ländern. Teilweise werden so auch Bienenkrankheiten eingeschleppt. Entsprechende Honigreste in Glascontainern locken die einheimischen Bienen an und stellen unter Umständen eine tödliche Gefahr dar. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch von Beginn an lokal produzierten Honig beim Imker vor Ort kaufen. Dieser ist in der Regel aber auch etwas teurer.

3. Auf Pestizide verzichten!

Unkrautvernichtungsmittel beispielsweise vereinfachen die Arbeit im Garten, stellen aber auch für die Bienen eine nicht unerhebliche Gefahr dar. Dies gilt insbesondere, wenn mehrere Gifte zeitgleich zum Einsatz kommen. Inzwischen hat auch die Politik reagiert und den Einsatz von vier besonders gefährlichen Neonicotinoiden verboten. Auch Glyphosat soll für Privatpersonen nicht mehr verfügbar sein. Dennoch gilt: Im Zweifel den eigenen Giftschrank fachgerecht entsorgen und stattdessen auf natürliche Methoden setzen!

4. Bewusst einkaufen!

Pestizide werden aber nicht nur in privaten Gärten eingesetzt, sondern vor allem auch in der professionellen Landwirtschaft. Hier kann der Konsument aber einen erheblichen Unterschied machen: Je mehr saisonale und lokale Bio-Produkte gekauft werden, desto weniger Pestizide werden auch genutzt. Klar ist aber auch: Das so hergestellt Obst und Gemüse hinterlässt eine größere Lücke im Geldbeutel. Für die Bienen sind sie allerdings eine Wohltat – und auch die Klimabilanz verbessert sich in der Regel deutlich.

5. Bienenpate werden!

Um Wild- und Honigbienen zu retten, werden diese inzwischen verstärkt auch in Städten angesiedelt. Diese Arbeit kann durch eine sogenannte Bienenpatenschaft unterstützt werden. Der Grundbeitrag liegt bei 36,50 Euro pro Jahr und wird durch eine freiwillige Spende ergänzt. Im Gegenzug erhält der Pate unter anderem eine Urkunde und ein Glas des nachhaltig produzierten Honigs.

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