Gold übt noch immer auf viele Kunden eine magische Anziehungskraft aus. Die Schönheit des Goldes steht aber oftmals in krassem Widerspruch zu den Bedingungen unter denen es gefördert wird. Rund ein Fünftel der weltweiten Goldproduktion findet dabei in Entwicklungsländern statt. Dort wird oft noch Quecksilber verwendet, um das Gold von anderen Metallen zu trennen. Anschließend wird das Gold erhitzt und das Quecksilber verdampft. Eine zu hohe Belastung mit Quecksilberdämpfen kann allerdings zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen.


Quecksilbermaschine

Zudem ist die Trennung von Gold und Quecksilber oftmals nicht vollständig. Das verkaufte Gold wird dann in der Stadt von Goldschmieden erneut erhitzt, um es bearbeiten zu können. Dabei entstehen wiederum Quecksilberdämpfe, die gerade in ärmeren Ländern ungefiltert nach außen geleitet werden. Die Luftbelastung mit Quecksilber ist daher rund um Goldschmiedehütten in aller Regel deutlich höher als erlaubt und gesundheitlich verträglich. Das Quecksilber kann zudem auch in Trinkwasser und die Nahrungskette gelangen.


Quecksilberbelastung wird um rund 80 Prozent reduziert

Die „US Environmental Protection Agency“ hat daher nun eine Maschine entwickelt, die kostengünstig zu produzieren ist und in den Hütten der Goldschiede eingebaut werden kann. Dort saugt sie die Luft mit Hilfe eines Abzugsfilters an und reduziert die Quecksilberbelastung immerhin um rund achtzig Prozent. Anschließend wird die gereinigte Luft durch einen Kamin wieder abgegeben. Ein erster Prototyp wurde gemeinsam mit Goldschmieden aus dem Amazonasgebiet entwickelt, um sicher zu stellen, dass sich die Neuentwicklung auch in der Praxis eignet.

Die ersten Goldschmiedehütten wurden bereits mit der neuen Technik ausgestattet. Eine noch weitergehende Reduzierung der Quecksilberbelastung dürfte nur durch den Einsatz unverhältnismäßig teurer Filter möglich sein. Weitere Ideen sollten daher bei der Goldgewinnung selbst ansetzen: Es gibt inzwischen deutlich billigere und weniger gesundheitsschädliche Wege das Gold von anderen Metallen zu trennen.

Quelle: Gizmag

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