Forscher in den Niederlanden haben eine Sender-Antennen-Kombination für das 5G-Mobilfunknetz entwickelt, die die Signalstärke verhundertacht. Das bedeutet, die Reichweite verfünfacht sich. Bisher lassen sich die gigantschen Datenmengen, die der neue Mobilfunkstandard schafft, nur über relatv kurze Enternungen übertragen. Das reicht etwa für die Vernetzung aller Maschinen und sonstigen Geräte in einer Fabrikhalle, so wie es bereits in Aachen bei der Herstellung des Elektrokleinwagens e.Go Live praktiziert wird. Für die Vernetzung von autonom fahrenden Autos reicht das noch nicht.


Ronis Maximidis (links) und Ali Al-Rawi von MaxWaves Foto: Ksenia Korzun

Funkwellen ähneln einem Laserstrahl

Ronis Maximidis, Doktorand an der Technischen Universität Eindhoven und Mitbegründer von MaxWaves, einer Ausgründung aus der Hochschule, hat einen Weg gefunden, die Signalstärke drastisch zu erhöhen. „Unsere Antennen bündeln mehrere Funkwellen zu einem sehr schmalen, starken Radiosignal, vergleichbar mit einem Laserstrahl“, sagt der Entwickler.

Elektronische Zielerfassung

Damit dieser Signalträger genutzt werden kann, muss er exakt auf den Empfänger ausgerichtet sein. Die mechanische Lösung, also eine aktive Bewegung der Antenne, schloss er von vornherein aus. „Das geschieht elektronisch, nicht mechanisch“, sagt der junge Wissenschafler und Unternehmer. Gemeinsam mit seinem Mitstreiter Ali Al-Rawi testete er das System kürzlich zwischen den Dächern zweier Gebäude auf dem Campus in Eindhoven, mit Erfolg. „Mit diesem Test haben wir gezeigt, dass das Konzept auch außerhalb des Labors aufgeht“, so Maximidis. Jetzt will er einen industrienahen Prototypen bauen.


5G für die ganze Welt

Sein Ziel ist hoch gesteckt. „Wir wollen selbst die enterntesten Winkel der Erde mit 5G und dem noch leistungsfähigen Nachfolger 6G zu versorgen“, so Maximidis. Dazu ist noch eine Menge Arbeit nötg. Das 5G-Netz, das derzeit in zahlreichen Ländern der Welt aufgebaut wird, startet im öfentlichen Bereich mit relatv niedrigen Frequuenzen. Aus diesem Grund ist die Übertragungsrate am Anfang noch nicht extrem hoch. Diese steigert sich, je höher die Frequuenz gewählt wird. Maximidis denkt an 26 Gigahertz. Das heute genutzte 4G-Netz erreicht gerade mal den unteren Gigahertzbereich.

via TU Eindhoven

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