Die Temperaturen in Deutschland laden aktuell gerade dazu ein, den Feierabend gemütlich am nächsten See zu verbringen. Doch dort ist man keinesfalls ungestört: Auch die Mücken haben derzeit Hochkonjunktur. Während einige Personen von den kleinen Tierchen aber scheinbar ignoriert werden, sind andere einer Art Dauerattacke ausgesetzt. Diese Unterschiede sind keineswegs nur Einbildung, sondern existieren tatsächlich. Forscher haben inzwischen sieben Faktoren identifiziert, die dabei eine Rolle spielen:


1. Signalfarben

Auch Mücken haben Augen und suchen ihre Umgebung nach potentiellen Opfern ab. Dabei gilt: Bestimmte Farben können sie besser sehen als andere. Dunkle und rote Klamotten sind daher nicht unbedingt zu empfehlen. Stattdessen kann helle Kleidung helfen, der ungewünschten Aufmerksamkeit der Tierchen zu entgehen.

Die ägyptische Tigermücke kann das Dengue-Fieber übertragen.

2. Die Blutgruppe

Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Blutgruppe 0 zweimal so häufig gestochen werden wie Personen mit Blutgruppe A. Hinzu kommt: Bei rund 85 Prozent der Personen können die Moskitos schon vor dem Stich erkennen, welche Blutgruppe sie anzapfen werden. Diese Menschen sind deutlich häufiger von Stichen betroffen, als diejenigen, bei denen die Mücken auf Verdacht zustechen müssen. Helfen tut diese Erkenntnis aber natürlich nicht viel: Die Blutgruppe kann man nur schwer wechseln.


3. Der Atem

Mücken können unsere Ausatmungen über eine vergleichsweise große Distanz registrieren. Als Faustregel gilt daher: Je mehr Kohlendioxid jemand in die Luft entlässt, desto öfter wird er gestochen. Tendenziell sind also große, schwere und sporttreibende Personen benachteiligt. Auch hier sind Gegenmaßnahmen aber schwierig. Das Atmen einzustellen ist jedenfalls keine Option. Interessanter Fakt am Rande: Die Mücken stören uns auch deshalb oft beim Einschlafen, weil sie sich am Atem von Mund und Nase orientieren – und deshalb in der Nähe unserer Ohren summen.

4. Schweiß und Wärme

Auch unser Schweiß wirkt auf die kleinen Tierchen durchaus anziehend. Wie stark dies allerdings der Fall ist, hängt von verschiedenen genetischen Faktoren ab. So schwitzen manche Menschen schlicht mehr als andere – und sind dann auch für die Mücken attraktiver. Außerdem ist Schweiß nicht gleich Schweiß, sondern die Zusammensetzung der enthaltenen Säuren, die die Moskitos anziehen, variiert.

5. Bakterien auf der Haut

Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass die Anzahl der Bakterien auf der Haut eine Rolle spielt. Auch hier kann allerdings nicht viel dagegen unternommen werden. Der Fakt erklärt aber ein oftmals zu beobachtendes Phänomen: Viele Menschen werden besonders oft an den Füßen und Knöcheln gestochen – also dort, wo die betroffenen Bakterien besonders oft vorkommen.

6. Schwangerschaft

Rein mathematisch betrachtet kamen Studien auf dem afrikanischen Kontinent zu dem Ergebnis, dass schwangere Frauen rund doppelt so oft gestochen werden wie ihre Geschlechtsgenossinnen. Zwei bereits erwähnte Punkte könnten diesen Effekt erklären: So atmen schwangere Frauen heftiger und stoßen somit auch mehr Kohlendioxid aus. Außerdem erhöht sich die Körpertemperatur. Beides wirkt auf Mücken höchst anziehend.

7. Bier

Bisher konnte die Wissenschaft dieses merkwürdige Phänomen noch nicht erklären. Tatsache ist aber, dass Menschen nach dem Genuss eines Bieres öfter gestochen werden als abstinente Personen. Denkbar ist, dass sich durch den Alkohol die Zusammensetzung des Schweißes oder die Körpertemperatur verändert. Bewiesen ist dies aber noch nicht.

Via: Treehugger

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