Hinter dem Markennamen Sgnl verbirgt sich ein neues Telefonierkonzept, das aktuell auf Kickstarter für großes Aufsehen sorgt. Mehr als 1 Million Dollar ließen Spender bereits dafür springen, dass sie bald schon mit dem Finger im Ohr telefonieren können.


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Telefonieren mit dem Finger am Ohr / Foto: Sgnl

Schallübertragung per Bone Conduction

Das Wort Sgnl scheint unaussprechlich, doch die Erfinder des technisch ausgeklügelten Armbands fügen einfach die passenden Vokale hinzu, wenn sie über ihr Projekt reden: Signal. Und wirklich geht es dabei um Signale, genauer gesagt um Schallwellen, die sich per Bone Conduction übertragen – also über die Arm- und Ohrknochen des Nutzers. Das Armband übersetzt die ankommende Stimme des Anrufers in die passenden Vibrationen, die dann wiederum im Ohr genauso ankommen, als hielte der Anwender sein Handy in der Hand. Dabei stellt Sngl selbst kein Telefon dar, sondern baut nur eine Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone auf. Das sieht in der Praxis herrlich mysteriös aus, beinahe wie bei einem Geheimagenten!

Gerät muss nach vier Stunden zum Aufladen an die Steckdose

50.000 Dollar wollten die Erfinder eigentlich nur als Anschubfinanzierung sammeln, inzwischen sind sie weit über das eigentliche Ziel hinausgeschossen: Dieses Armband scheint etwas zu sein, worauf die Welt nur gewartet hat! Leider verfügt das Gerät aktuell noch über eine sehr begrenzte Akkulaufzeit, nach vier Stunden muss es wieder an die Steckdose. Dann lädt es eine Stunde lang auf, um wieder voll einsatzklar zu sein. Hoffentlich basteln die Hersteller noch an diesem Problem, denn einen Tag lang sollte man das Armband schon tragen können, ohne auf dessen Funktionen verzichten zu müssen.


Überraschte Gesichter beim Sgnl-Test auf der Straße

https://www.youtube.com/watch?v=40LfELeoAIw

Stimme aus dem »Hörer« nur für den Nutzer verständlich

Sngl kann noch ein bisschen mehr als nur Stimmen zu übertragen: Es besitzt einen Vibrationsmechanismus für eingehende Nachrichten und kann mit einer Uhr oder Smartwatch kombiniert werden.  Außerdem dient das Armband als Fitness-Tracker. Richtig klasse: Die Stimme aus dem Telefon soll ausschließlich für den eigentlichen Nutzer hörbar und auch in geräuschvoller Umgebung verständlich sein. Im Februar 2017 beginnt aller Voraussicht nach die Auslieferung, wer möchte, kann sich jetzt noch sein persönliches Vorzugspaket auf Kickstarter sichern!

Quelle: kickstarter.com

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2 Kommentare

  1. Achmed Khammas

    25. September 2016 at 23:49

    Und wo steckt das Mikro?? Muß man da etwa eine Funk-Oblate auf die Zunge legen … oder gar einen hohlen Zahn zur Verfügung stellen? 😉

  2. David Herzmann

    24. November 2016 at 17:04

    Gute Frage! So wie ich das verstanden habe, spricht man in das Armband rein und kann quasi „durch den Finger hören“. Klingt ziemlich verrückt, aber ich bin sehr begeistert!

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