Gleich zu Anfang dieses Jahres erklang ein umweltpolitischer Paukenschlag aus Peru: Umweltministerin Elsa Galarza Contreras verkündete gemeinsam mit dem peruanischen Präsidenten, dass es von jetzt an einen neuen Nationalpark im Land gibt. Der Yaguas Nationalpark ist zwar bereits das 15. Reservat des südamerikanischen Staates, dafür aber hat es diese Region wirklich in sich.


Unberührter Regenwald ist nicht nur wunderschön, sondern auch unendlich kostbar.

Es geht auch um die Stabilisierung unseres Klimas

Gerade bei Regenwäldern spielt es eine entscheidende Rolle, wie groß die zusammenhängenden Gebiete sind, die unter Schutz gestellt werden. Die nun zur »Zona Reservada« erklärte Region misst ganze 8700 km², von hier aufsteigender Nebel kann durchaus Niederschläge in den westlichen USA auslösen. Hier geht es also neben dem Schutz zahlreicher seltener endemischer Pflanzen- und Tierarten auch um die Stabilisierung unseres Klimas. Der neue Nationalpark befindet sich im Nordosten des Landes nahe der Stadt Iquitos. In diesem schwer zugänglichen Dschungelgebiet leben unter anderem Riesenotter, Rosa Flussdelfine, Jaguare und Seekühe. Außerdem entspringt hier der Yaguas-Fluss mitten im Amazonas-Becken. Rund um den Yaguas Regenwald scharen sich mehrere indigene Gemeinden, die bereits seit zwei Jahrzehnten verschiedenen Wissenschaftlern die Ökologie ihrer Heimat näherbringen – und sich dafür einsetzten, dass dieses Wunderwerk der Natur unter Schutz gestellt wird.

Die indigenen Gemeinden erhalten ein Mitspracherecht in der Verwaltung

Nun untersteht das kostbare Gebiet der peruanischen Naturschutzbehörde und dem Umweltministerium, die der illegalen Abholzung Einhalt gebieten wollen. Die indigenen Gemeinden erhalten ein Mitspracherecht in der Verwaltung des Reservats, auch das ist einzigartig. Der Yaguas Nationalpark reiht sich ein in ein stetig wachsendes Umwelterhaltungs-Netzwerk der umliegenden Länder. Auch Chile, Kolumbien und Ecuador haben vor gar nicht langer Zeit neue Naturschutzgebiete eingeführt, und das nicht zuletzt deshalb, weil die Zivilbevölkerung sich lautstark engagiert hat. Allmählich ändert sich so auch die Einstellung der Politiker, der Klima- und Naturschutz rutscht nach ganz oben auf die Agenda. Nun wurde also wieder ein entscheidender Sieg errungen, doch gilt es, weiterhin wachsam zu bleiben, weil sich die Dinge leider auch wieder ändern können.


Quelle: inhabitat.com

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