Der öffentliche Personennahverkehr setzt auf ganz verschiedene Antriebstechniken. Während beispielsweise Straßen- und U-Bahnen durch Strom angetrieben werden, fahren die meisten Busse noch mit einem klassischen Verbrennungsmotor. Doch eine Allianz aus Städten und Gemeinden, Fahrzeugherstellern und Verkehrsunternehmen will dies nun ändern: Die „European Clean Bus deployment Initiative“ will zunächst innerhalb der nächsten beiden Jahre 2000 Elektrobusse anschaffen und zur Personenbeförderung einsetzen. Für das Jahr 2025 ist dann die nächste Zielmarke geplant: 30 Prozent der Nahverkehrsbusse sollen über einen emissionsfreien Antrieb verfügen. Bisher liegt dieser Wert bei zwölf Prozent.


Die Anfangsinvestitionen sind vergleichsweise hoch

Problematisch beim Einsatz von Elektrobussen sind vor allem die hohen Anfangsinvestitionen. Denn es muss neben dem Kauf des Busses auch die notwendige Infrastruktur aufgebaut und finanziert werden. Dies lohnt sich aber in der Regel nur, wenn dann auch gleich mehrere Busse mit Elektroantrieb angeschafft werden. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Sind die Ladestationen einmal vorhanden, liegt die Hemmschwelle für den Kauf weiterer Elektrobusse deutlich niedriger. Letztlich kann man daher davon ausgehen, dass je höher die Verbreitung von Bussen mit Elektroantrieb bereits ist, desto eher werden auch zusätzliche Fahrzeuge bestellt. Die Aufgabe der Initiative besteht nun darin, diese erste wichtige Basis zu legen.


Berlin setzt ab dem Jahr 2020 auf Elektrobusse

Damit dies gelingen kann, sind allerdings auch die Hersteller in der Pflicht. Diese müssen ausreichend Elektrobusse produzieren und für einen erschwinglichen Preis auf den Markt bringen. Die städtischen Energieversorger haben zudem die Aufgabe, den Strombedarf der Busse zu decken – im Idealfall durch nachhaltigen Ökostrom. Aus rein technischer Sicht ist die Umstellung kein Problem mehr. Die dänische Hauptstadt Kopenhagen kauft etwa bereits seit mehreren Jahren nur noch emissionsfreie Busse. Berlin will dies ab dem Jahr 2020 umsetzen. Die dabei gemachten Erfahrungen sollen im Rahmen der nun gegründeten Initiative ausgetauscht werden, sodass mögliche Problemfelder frühzeitig angegangen werden können. Langfristig könnte dies zu einem signifikanten Rückgang der Emissionen im öffentlichen Nahverkehr führen.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.