Die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und China haben bereits unbemannte Sonden zum Mond geschickt. In nächster Zeit sollen zudem entsprechende Projekte in Israel und Indien zum Abschluss gebracht werden. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hingegen hat bisher keine Ressourcen für eine solche Mission bereitgestellt. Dies könnte sich nun aber ändern. Denn Planungen sehen vor, im Jahr 2025 die erste europäische Landung auf dem Mond zu realisieren. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses: Der sogenannte Mond-Regolith. Dieser entsteht, wenn Meteoroiden auf der Mondoberfläche einschlagen und das dortige Krustengestein zertrümmern. Inzwischen sind weite Teile des Mondes von einer Schicht an Regolith überzogen. Die Europäischen Forscher wollen nun herausfinden, ob das Material vor Ort abgebaut und genutzt werden kann.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Der Mond könnte als Zwischenstation zum Mars dienen

So soll geschaut werden, wie sich daraus Wasser und Sauerstoff gewinnen lässt. Dies wiederum wäre von entscheidender Bedeutung für eine dauerhafte bemannte Mondmission. Denn logistisch wäre es nur schwer möglich, die benötigte Menge jeweils von der Erde auf den Mond zu transportieren. Die Pläne der Europäer gehen aber noch weiter: Sie wollen ebenso untersuchen, ob sich aus den auf dem Mond befindlichen Materialien ein Raketentreibstoff gewinnen lässt. Die dahinter stehende Idee: Bemannte Missionen in die Tiefen des Weltalls – etwa zum Mars – könnten zunächst den Erdtrabanten ansteuern und dort aufgetankt werden. Dies würde aus Ingenieurssicht die Konstruktion der entsprechenden Flugobjekte deutlich vereinfachen. Der Mond würde damit zu einer Art Weltraumtankstelle.

Das deutsche Startup PTScientists ist an dem Projekt beteiligt

Bisher hat die ESA bei ihren Plänen für den Mond auf internationale Kooperationen verzichtet. So besteht das beteiligte Konsortium ausschließlich aus europäischen Firmen. Die Rakete – eine Ariane-64 – wird von der ArianeGroup gebaut. Es handelt sich um eine klassische Ariane-6, die allerdings mit vier zusätzlichen Boostern ausgestattet wurde. Beim Landungsmodul hingegen soll auf deutsche Kompetenz gesetzt werden: Das Startup PTScientists wird diese Aufgabe übernehmen. Die Kommunikation zwischen Mondsonde und Erde wiederum stellt eine belgische Firma sicher. Noch haben die Planungen allerdings einen Haken: Die benötigten Gelder müssen noch freigegeben werden. Dies soll im November dieses Jahres auf der Esa-Ministerratskonferenz „Space19+“ in Sevilla geschehen. Anschließend hätten die Ingenieure dann fünf Jahre Zeit die Planungen mit Leben zu füllen.


Via: New Atlas

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1 Kommentar

  1. Björn

    25. Januar 2019 at 10:51

    Is das zum kotzen. . .
    Das auf der Erde keine Einigkeit erzielt werden kann, damit habe ich mich schon abgefunden, aber warum bitte werden Milliarden an Geldern verballert, das jeder seine eigenen Mondmissionen startet.
    Das widert mich an. Schade!

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