Während das Six-Pack langsam an Reiz verloren hat, kündigte sich für diesen Sommer ein neuer Fitness-Trend an. Vermehrt werden Bilder von der Ab-Crack auf Instagram gepostet. Hierbei handelt es sich um die Linie der Bauchmitte, in Fachkreisen auch „Linea Alba“ genannt. Die Krux dabei ist, die Linie wird nur bei einem sehr geringen Körperfettanteil sichtbar. Aus dem Fitness-Trend, dem vorwiegend Frauen nacheifern, kann jedoch schnell ein Hungertrend werden.


Beautiful fitness woman lifting dumbbells . Fitness sporty woman showing her well trained body . A beautiful girl's body with rippling muscles from strength training .

Ab-Crack-Trend verführt zum Hungern

Nach der Bikini-Bridge, dem Thigh-Gap und der A4-Waist (Taille wie ein Blatt Papier) folgt nun die Ab-Crack. Um den Bauchmuskelspalt bei Männern sichtbar zu machen, wird ein Körperfettanteil von unter 10 Prozent angestrebt. Bei Frauen beginnt sich die Linie ab einem Körperfettanteil von 15 Prozent abzuzeichnen. Neben einer ausgeglichenen Ernährung, die wenig Fettreserven zulässt und hartem Training, muss auch besonders der obere Teil der geraden Bauchmuskulatur trainiert werden. Es ist fraglich, ob diesem neuen Trend wirklich so nachgeeifert werden sollte. Schließlich birgt dieser auch eine Menge Gefahren. Schnell verfällt man dem Magerwahn, powert sich komplett aus im Studio und geht über die Grenzen hinaus. Vor allem Frauen erreichen bei diesen Körperfett-Werten eine kritische Phase. Ist der Körper mit dem Training überfordert, kann es zum Ausbleiben der Menstruation kommen. Auch Haarausfall und ein ungesundes Essverhalten, einhergehend mit einer Unterversorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen, können Folgen sein. Und am Ende ist die Ab-Crack auch noch eine genetische Geschichte, bei manchen ist die Spalte schon an sich stärker ausgeprägt und bei anderen wiederum nicht.


Fit und gesund ist Trumpf

Der Fitness-Boom erreicht im Sommer seinen Höhepunkt. Enorm viele Menschen haben die letzten Monate viel trainiert, um den „perfekten“ Body am Strand präsentieren zu können. Immer wieder fragt man sich jedoch, was noch normal und was schon viel zu viel ist? Bei den Männern sollte es schon etwas mehr als nur „athletisch“ sein, bei den Frauen geht es ebenfalls klar in Richtung Muskelaufbau. Die regulären Fitnesseinheiten fungieren nun nur noch zum Aufwärmen. Unterstützt von Fans auf Instagram, Facebook und Co, steht auch die Motivation. Auch im Bauchspalten-Fall wird wieder einmal versucht den Idolen nachzueifern. Unter dem Instagram-Hashtag #abcrack, können die „Meisterwerke“ derjenigen bewundert werden, die ihre Bauchlinie erreicht haben.

Was den aktuellen Ab-Crack-Trend anbelangt, läuten jedoch auch Fitness-Trainier die Alarmglocken und raten davon ab, die Bauch-Linie zu forcieren. Das hat ab einem gewissen Punkt nichts mehr mit Gesundheit zu tun.

Fitness-Apps und Pokemon Go als gesündere Alternative zum Abmagern

Wir hoffen jedenfalls, dass der neue Sommertrend recht schnell verpufft und raten nach wie vor zu gesunden Sporteinheiten. In Bewegung bleiben und die Gelenke schmieren ist nachhaltig und macht den Körper auch für das Alter fit. Statt bis zum Erbrechen im Fitnessstudio, Sit-ups und Co zu zelebrieren, sollte lieber die eine oder andere Laufeinheit mit in das Programm aufgenommen werden. Schließlich gibt es auch hier tolle Motivationshelferlein in Form von Apps. Die Smartphone-Experten von mobildiscounter.de haben dazu beispielsweise auf ihrem Blog die besten Lauf-Apps verglichen. Wer noch mehr Motivation braucht, oder Gleichgesinnte sucht, der kann sich zudem bei Freeletics umschauen. Aber auch hier gilt es die gesunde Mitte zu wählen.

Generell sind smarte Geräte, wie etwa bis zu vier Zoll große Smartphones oder aber auch Fitness-Tracker für das Handgelenk gute Begleiter im Run gegen die Pfunde. Alternativ zum Joggen, hält auch das neue Pokemon Go Spiel fit. In Kombination mit dem Smartphone, können die Pokemon-Geschöpfe im Freien eingefangen und auch trainiert werden. Wer hier weit vorn mit dabei sein möchte, der muss vor die Tür gehen und sich bewegen. Einer aktuellen Statistik zufolge bedeuten 56 gefangene Pokemon sogar ein stolzes Kilogramm weniger. Das Team von MeinBauch.net hat diesbezüglich auch eine recht interessante Infografik erstellt.

pokemon-go-abnehmen

Fitness-Junkies werden immer jünger

Fragwürdige Fitness-Trends, wie etwa die aktuelle Ab-Crack-Geschichte sorgen zuletzt auch dafür, dass die Fitness-Begeisterten immer früher anfangen ihren Körper zu striezen. Regelmäßig werden die „Fitties“ schon mit 14, 15 Jahren aufgesucht. In diesem Alter befindet sich der Körper noch in der Entwicklung. Junge Männer hieven Gewichte herum, die den Gelenken schon stark zusetzten.

Prinzipiell ist es ja nicht verkehrt schon früh mit Sport zu beginnen, aber muss es denn unbedingt schon gleich das Fitnessstudio sein? Was ist mit Fußball, Schwimmen und anderen Sportarten, wo man sich bekanntlich ebenso gut austoben kann?

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