Bislang mussten die Eltern von Berliner Grundschulkindern 37 Euro für das Schulmittagessen ihrer Kinder zahlen. Hinzu kam die monatliche Belastung für die Fahrtickets, die sich auf monatlich 21,80 Euro belief. Damit soll ich jetzt Schluss sein, der Nachtragshaushalt der Stadt macht Entlastungen möglich. Die Aktion könnte zum Vorbild für andere Städte werden!


Schulbildung soll theoretisch kostenlos sein

Kinder sind unsere Zukunft, diese einfache Wahrheit haben wir schon so oft gehört und vielleicht sogar schon einmal selbst ausgesprochen. Obwohl ihre Schulbildung, die sie fürs spätere Berufsleben rüstet, in Deutschland grundsätzlich kostenlos ist, fallen für Eltern trotzdem diverse finanzielle Belastungen an. Dazu zählt unter anderem der monatliche Beitrag für die Schülertickets, der es den Kindern überhaupt erst ermöglicht, am Unterricht teilzunehmen. In einigen Bundesländern kommen dabei für Familien mit mehreren Kindern ziemlich hohe Summen zusammen; in Baden-Württemberg scheiterte im Jahr 2017 die Klage einer Elterninitiative. In Berlin kommt die Politik den Eltern nun von selbst entgegen.


Das »Eltern-Taxi« wird hoffentlich zurückgedrängt

Ab dem Schuljahr 2019/20 erhalten aller Grundschüler und die Kinder der 5. und 6. Klasse an Gymnasium kostenloses Mittagessen. Berlin nimmt allein dafür eine neue Haushaltsbelastung von 40 Millionen Jahr in Kauf. Gleichzeitig wird das kostenlose Schülerticket eingeführt, das alle Eltern von der Zuzahlung freistellt – und nicht nur, wie bisher, die Inhaber eines Berlin-Passes. Nebenbei besteht die berechtigte Hoffnung, dass nun eine gewisse Zahl von Eltern darauf verzichtet, ihre Kinder mit dem Auto herumzufahren, was wiederum zu einem niedrigeren Verkehrsaufkommen führt. Das »Eltern-Taxi« gehört für viele Familien schon zum täglichen Leben dazu, aber es sorgt natürlich auch für viel Luftverschmutzung.

Regionalen Bio-Nahrungsmitteln gehört der Vorzug

Das Essen wird nach Wünschen der am Entschluss beteiligten Politiker nicht einfach nur gratis sein, sondern auch von gehobener Qualität, lecker und gesund. Die Ernährungsstrategie des Landes Berlin soll bei sämtlichen eingebundenen Caterern Berücksichtigung finden. Nahrungsmitteln aus regionalem biologischen Anbau gehört auf jeden Fall der Vorzug! So lässt sich auch an dem Essen der Kinder noch einiges verbessern, vor allem, wenn diese aus Haushalten mit schlechten Ernährungsbedingungen stammen.

Quelle: berliner-zeitung.de

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