In einigen Regionen Deutschlands breiten sich derzeit wieder Wolfsrudel aus, alte Bekannte aus früheren Zeiten also. Gleichzeitig werden Stimmen laut, die fordern, die Tiere töten zu dürfen, spätestens dann, wenn sie Schaden anrichten. Ein neuer Gesetzesentwurf in Deutschland sieht nun vor, den Abschuss von Wölfen unter bestimmten Bedingungen zu legalisieren.


Von <a href="//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Mariofan13&amp;action=edit&amp;redlink=1" class="new" title="User:Mariofan13 (page does not exist)">Mariofan13</a> - <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0">CC BY-SA 3.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33509967">Link</a>
Von Mariofan13Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Für den Abschuss soll eine Behörde zuständig sein

Der Plan sieht wie folgt aus: Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD schlägt in ihrem Entwurf vor, dass einzelne Wölfe bald schon erschossen werden dürfen, wenn ein »ernster landwirtschaftlicher Schaden« zu verzeichnen ist. Das heißt also, wenn aus einer Schafherde Tiere gerissen werden und man nicht weiß, welcher Wolf genau dafür verantwortlich ist, kommen die vierbeinigen Räuber nach und nach auf die Abschussliste. Zuerst darf einer erlegt werden, dann wird abgewartet. Kommen weitere Schafe zu Tode, muss der nächste Wolf sein Leben lassen. Das Ganze wird dann so lange weiter fortgeführt, bis das Problem ein Ende hat. Zuständig für den Abschuss soll immer eine Behörde sein, keine Privatpersonen.

Elektrische Zäune und Herdenschutzhunde bieten Schutz

Auf diese Weise, so Kritiker, könnte es bald schon zur Auslöschung ganzer Rudel kommen. Einzeltiere abzuschießen bietet hingegen nur eine kurzfristige Lösung. Für einen wirklich flächendeckenden Schutz gilt es, die Nutztiere unter die Lupe zu nehmen und dafür zu sorgen, dass die Wölfe sie gar nicht erst erreichen. In Gebieten, die schon länger mit Wolfsrudeln zu haben, haben sich elektrische Zäune und wachsame Herdenschutzhunde bestens bewährt. Dort treten keine Risse von Schafen oder Ziegen mehr auf. Nur in jenen Regionen, die der Wolf neu für sich erobert, kommt es zunehmend zu entsprechenden Angriffen. Das liegt daran, dass die dortigen Nutztierhalter noch nicht auf die neue Situation vorbereitet sind. Ob Wölfe auch eine Gefahr für den Menschen darstellen, das ist wiederum ein ganz anderes Thema.


Quelle: quarks.de

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1 Kommentar

  1. Annegret Sproesser

    3. Juni 2019 at 10:37

    Ihre Quelle Quarks erzählt Quark!

    Weder Herdenschutzhunde noch Elektrozäune können den Wölfen ihren Fortpflanzungswillen abgewöhnen. Der Beweis liegt in Frankreich bereits seit Jahren vor. Dort stagnierten die Wolfsrisse in Weidetierherden nach flächendeckendem aufwendigem Herdenschutz mit Zäunen, Nachtpferch und Herdenschutzhunden für ca. 3 Jahre, dann gingen sie fröhlich weiter. Der Fortpflanzungsrate der Wölfe tat dieser passive Herdenschutz keinen Abbruch.
    Wer weiter denkt, als von der Tapete zur Wand, wird selbst auf die Idee kdommen, dass wir auf Abwanderung von Wölfen in’s benachbarte Ausland nicht zu hoffen brauchen. Die haben bereits heute genügend davon, inclusive der damit einhergehenden Probleme.
    Bereits heute weist Deutschland die höchste Wolfsdichte weltweit auf. Im Nordosten müssen Herden inzwischen lückenlos bewacht werden und trotzdem richten die Wölfe reichlich Schaden an.

    Der Wolfsbestand in Deutschland muss auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Das bedeutet, bis es kaum mehr Angriffe auf Weidetiere gibt und anschließend der Zuwachs abgeschöpft werden. Der Population, zu der die Wölfe in Deutschland genetisch gehören, wird das keinenAabbruch tun. Mit ca. 8.000 Exemplaren ist diese ausreichend groß und stabil. Deutschland müsste daher kein einziges residentes Rudel dulden, lediglich Durchzügler.

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