In Thailand ist ein Wal gestorben, obwohl er von einem Tierarzt behandelt wurde. Kurz vor seinem Ableben spuckte das Tier allerdings noch fünf Plastiktüten aus – und zeigte damit nur die Spitze des Eisberges. Denn bei der Obduktion des Wals fanden die zuständigen Experten im Bauch des Säugetiers mehr als achtzig Plastiktüten. Hinzu kamen noch weitere Plastikteile, sodass sich ein Gesamtgewicht der Fremdkörper von acht Kilogramm ergab. Die Folgen waren brutal: Der Wal wurde durch den unverdaulichen Müll in seinem Magen zuerst krank und konnte dann keine Nahrung mehr aufnehmen. Letztlich schwamm das Tier dann in einen Kanal in der Provinz Songkhla – wo er entdeckt und behandelt wurde. Doch auch der Tierarzt konnte das Leben des Wals aber nicht mehr retten.


Auch Vögel teilen oftmals dieses grausame Schicksal

Ein Großteil des Plastikmülls im Magen des Tieres dürfte direkt aus Thailand gewesen sein. In dem Königreich gibt es zwar zahlreiche Kampagnen, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Verbrauch an Plastiktüten zu verringern. Noch aber ist die Nutzung in der Bevölkerung sehr beliebt. Weil der Plastikmüll aber zu selten korrekt entsorgt wird, landet ein nicht unerheblicher Teil davon in den Meeresgebieten des Landes. Dort wird er dann von den Tieren für Nahrung gehalten und verspeist – was wie im Falle des verendeten Wals fatale Folgen haben kann. Neben den Tieren im Wasser sind beispielsweise auch Vögel von dieser Problematik sehr stark betroffen. Es ist zudem keineswegs so, dass sich solche Vorfälle nur in Thailand ereignen.

My-TeaCup Bio Teekapseln Mint Intense 10x2g
Preis: 8,94€
Zuletzt aktualisiert am 26.04.2019

Das Plastik kommt so auch in die menschliche Nahrungskette

Vielmehr kümmert sich der Plastikmüll natürlich nicht um Ländergrenzen und treibt im Zweifel über ganze Ozeane. Global betrachtet gelangen Schätzungen zufolge jährlich acht Millionen Tonnen Plastik unbehandelt in die Weltmeere. Dort zerfallen sie im Laufe der Zeit in immer kleinere Teile. Dass die Tiere das Plastik verspeisen, ist zudem auch für den Menschen problematisch. Denn dadurch gelangt der Abfall in die menschliche Nahrungskette – was in jedem Fall nicht besonders gesund ist. Weltweit wird daher an verschiedenen Projekten gearbeitet, um die Menge an Plastikmüll zu verringern. So denkt die Europäische Union über ein Verbot von bestimmten Plastikprodukten nach, während das „Ocean Cleanup Project“ das Ziel verfolgt, den Abfall aus dem Meer zu fischen.


Via: The Guardian

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.