Immer noch besitzen rund 600 Millionen Menschen in Afrika keinen eigenen Stromanschluss. Selbst wenn allerdings eine öffentliche Stromversorgung existiert, beruht diese oft auf klimaschädlichen Energiequellen – beispielsweise Kohle. Dabei ist Afrika eigentlich prädestiniert für die Nutzung erneuerbarer Energien. Doch oftmals fehlt das Geld, um die notwendigen Anfangsinvestitionen zu tätigen. Diese Problematik wurde auch auf dem Weltklimagipfel in Paris besprochen. Tatsächlich verpflichteten sich dort zahlreiche europäische Länder massiv in den Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika zu investieren. Insgesamt kamen so immerhin Zusagen über rund zehn Milliarden Dollar zusammen. Mit dem Geld sollen bis zum Jahr 2020 mehr als 10.000 MW an sauberer Energiekapazität entstehen.


Via: Treehugger Copyright: neoen
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Deutschland und Frankreich gehören zu den größten Förderern

Auf diese Weise soll ein Dilemma der Entwicklungshilfe gelöst werden. Denn bisher ging der Ausbau des afrikanischen Stromnetzes immer mit einer Belastung des Klimas einher. Das Ziel der Weltgemeinschaft 600 Millionen Menschen zusätzlich mit Strom zu versorgen, brachte so auch Probleme mit sich. Durch den massiven Ausbau von Sonnen- und Windenergie kann diese Problematik allerdings umgangen werden. Deutschland hat sich daher mit 3,25 Milliarden Dollar an der Initiative beteiligt. Andere große Spender sind unter anderem Frankreich, Schweden, Kanada und die Europäische Union. Anders als bei vielen Entwicklungsprojekten der Vergangenheit soll die Führung der Initiative diesmal in der Hand afrikanischer Führungspersönlichkeiten verbleiben.

Das größte Solarkraftwerks des Kontinents ist in Südafrika

„Diese Führungsstärke aus Afrika und die heute bekannt gegebene finanzielle Unterstützung aus Europa macht Hoffnung, dass wir die doppelte Problematik aus nachhaltiger Entwicklung und Klimawandel bewältigen können“, so Achim Steiner, Leiter des UN-Umweltprogramms. Als Vorbild für zukünftige Projekte könnte dabei das Solarkraftwerk Jasper Solar Farm in Südafrika dienen. Der größte Solarpark Afrikas verfügt über eine Kapazität von 96 MW und kann so bis zu 80.000 Häuser mit Strom versorgen. Finanziert werden konnte das Projekt mit Hilfe von Geldern internationaler Firmen und Organisationen. Seit November letzten Jahres trägt die Solarfarm nun zur Stromversorgung Südafrikas bei.


Via: Treehugger

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1 Kommentar

  1. Tobi

    23. Dezember 2015 at 08:39

    Die Weltverschlimmerer namentlich USA halten sich hier mal aus allem raus! Hier könnten die Kosten auf EU auch besser verteilt werden gerade die Nettoempfänger von denen es mehr als genug gibt, die immer nur Geld einstreichen!
    Deutschland ist Nikolaus und Witzfigur der Welt zugleich!

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