Monokulturen sind in den letzten Jahren verstärkt in die Kritik geraten. Denn immer öfter wird großflächig ausschließlich Raps oder Mais angebaut. Der Hintergrund: Diese Pflanzen lassen sich besonders gut in Biogasanlagen verwerten. Für die Böden und das Ökosystem ist diese einseitige Belastung aber nicht besonders vorteilhaft. In eine ganz andere Richtung geht daher das Konzept der Agroforstwirtschaft. Dieses besteht im Wesentlichen daraus, Elemente des Ackerbaus und der Forstwirtschaft zu kombinieren. Oder noch einfacher ausgedrückt: Auf den Feldern werden zusätzlich noch Bäume angepflanzt. Der Ansatz wurde von Wissenschaftlern der BTU Cottbus mehrere Jahre lang näher untersucht. Tatsächlich konnten sie dabei gleich eine ganze Reihe an Vorteilen nachweisen.


6 Punkte sprechen für Bäume auf den Feldern

1. Insbesondere bei lange anhaltenden Wärmephasen – wie wir sie etwa im letzten Sommer hatten – wird das austrocknen des Bodens verlangsamt.


2. Dies wiederum führt dazu, dass die Bodenerosion durch starken Wind verhindert wird.

3. Die Nährstoffauswaschung durch starke Regenfälle wird ebenfalls vermindert. Es verbleibt also mehr Stickstoff in den Böden.

4. Durch die richtige Positionierung der Bäume kann zudem die Menge an Nitrat, die in öffentliche Gewässer gelangt, deutlich verringert werden.

5. Die Bäume bieten zahlreichen Tieren wichtigen Lebensraum und bereichern so das lokale Ökosystem. Im Idealfall hilft dies, Schädlinge von den angebauten Pflanzen fernzuhalten.

6. Das Mikroklima wird positiv beeinflusst, wodurch die Pflanzen schneller wachsen.

Die Bäume können ebenfalls bewirtschaftet werden

Weil Bäume zudem auch CO2 speichern, profitiert auch das Klima von der Agroforstwirtschaft. Allerdings bringt der Ansatz natürlich auch Nachteile mit sich. So wird der Einsatz von großen Maschinen durch die Bäume auf den Feldern erschwert. Durch eine gezielte Planung können diese Probleme aber zumindest minimiert werden. Hinzu kommt: Die Bäume müssen natürlich auch gepflegt und bewirtschaftet werden. Dies bringt zusätzliche Arbeit mit sich, die zunächst einmal einen Kostenfaktor darstellt. Wenn aber beispielsweise Obstbäume angepflanzt werden, stehen dem im besten Fall auch wieder Einnahmen durch die Vermarktung der Früchte gegenüber. Bei anderen Bäumen stellt der Verkauf des Holzes eine Einnahmequelle dar – die allerdings erst nach vielen Jahren realisiert werden kann.

Via: LR

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