Auch in Alaska hat sich der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix in den letzten Jahren stark erhöht. Dies aber stellt die Netzbetreiber vor Herausforderungen. Denn die Stromproduktion von Windrädern und Solaranlagen kann nicht beliebig herauf- und herunterreguliert werden. Bisher existieren daher sogenannte Peak-Kraftwerke. Diese werden angeworfen, sobald die Nachfrage kurzfristig stark ansteigt. In Alaska wird diese Aufgabe unter anderem von Gaskraftwerken übernommen. Diese sind zwar klimafreundlicher als Kohlekraftwerke. Dennoch werden natürlich auch dort fossile Energieträger verbrannt, sodass CO2-Emissionen entstehen. Die „Homer Electric Association“, die für den Betrieb der Stromnetze in Alaska verantwortlich ist, ist daher auf der Suche nach alternativen Lösungen. Helfen soll dabei Tesla.


Bild: Tesla

In Australien war das Konzept bereits erfolgreich

Denn das Unternehmen baut nicht nur Elektroautos, sondern auch Energiespeicher. Diese können im Kleinformat in Privathaushalten genutzt werden. Der Konzern hat aber auch riesige Anlagen im Angebot, die genügend Energie speichern können, um ganze Netze zu stabilisieren. In Südaustralien hat sich das dahinter stehende Konzept bereits bewährt. Dort hat Tesla einen riesigen Energiespeicher errichtet, der nicht nur die Zahl der Blackouts reduzierte, sondern auch Millionen an Stromkosten für die Kunden einsparte. Ähnliche Erfolge dürften sich nun auch die Entscheider in Alaska erhoffen. Die dort geplante Batterie kann bis zu 93 Megawattstunden Energie speichern. Im Ernstfall kann der Speicher dann für rund zwei Stunden Strom ins Netz einspeisen. Im Idealfall kann in dieser Zeit dann das benachbarte Gaskraftwerk ausgeschaltet bleiben.

Über die Kosten ist bisher noch nichts bekannt

Letztlich kann der Energiespeicher natürlich selbst keinen Strom produzieren. Durch das effizientere Strom-Management müssen aber dennoch weniger fossile Kraftwerke in Betrieb genommen werden. Letztlich führt die Installation der Batterie somit zu weniger Klima-Emissionen. Ans Netz gehen soll der Stromspeicher im Jahr 2021. Weitere Details wollten die beteiligten Partner bisher allerdings noch nicht kommunizieren. So ist über die Kosten für den Bau des Speichers und die Einspeisung des Stroms bisher noch nichts bekannt. Tesla hofft über solche und ähnliche Referenzprojekte, auch weitere Regierungen vom Kauf der riesigen Stromspeicher überzeugen zu können. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass bei der Speicherung immer auch Energie verloren geht. Deutlich effizienter in diesem Punkt sind Pumpspeicherkraftwerke. Diese können aber nicht überall gebaut werden.


Via: Clean Technica

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