Die Suche nach anderen Lebewesen im Weltall fasziniert die Menschheit bereits seit Jahrhunderten. Eine Grundvoraussetzung für die Existenz von Leben ist dabei die Verfügbarkeit von Wasser. In den letzten Jahrzehnten wurden daher zahlreiche Satelliten ins All geschossen, die verschiedene Himmelskörper nach möglichen Wasserstellen absuchten. Fündig wurde die NASA dabei beispielsweise auf dem Jupitermond Europa, wo kilometerhohe Fontänen entdeckt wurden. Zukünftig können Wissenschaftler zudem erstmals von der Erde aus die Suche nach Wasser im Weltall aufnehmen. Dazu wurde das Riesenteleskop ALMA in Chile mit neuen Empfängern ausgestattet, die nun auch Radiowellen mit Wellenlängen zwischen 1,4 und 1,8 Millimeter erfassen können. Dies ermöglicht es, zukünftig schwache Signale von Wasser aus dem Universum zu empfangen.


Credit: ESO/C. Malin
Credit: ESO/C. Malin

Die Höhenlage ist Voraussetzung für die erdbasierte Suche

Zugute kommt den Forschern dabei die einzigartige Lage des Teleskops. ALMA liegt nämlich auf einem Hochplateau in der chilenischen Wüste und befindet sich mehr als 5.000 Meter über dem Meeresspiegel. Niedriger gelegene Teleskope haben das Problem, dass sie durch das Wasser in der Erdatmosphäre irritiert werden und daher den Ursprung der Radiowellen nicht mehr exakt bestimmen können. Durch die Höhenlage in Chile soll dieses Problem bei ALMA allerdings nicht auftreten. Die neu entwickelten Empfänger sind zudem so sensibel eingestellt, dass auch sehr schwache Strahlung noch aufgenommen und analysiert werden kann. Neben Wasser kann mithilfe der neuen Technik zudem nun auch nach ionisiertem Kohlenstoff gesucht werden.

Auch in China wird nach Leben im All gesucht

Erste Tests mit den in den Niederlanden entwickelten Empfängern wurden bereits durchgeführt – allerdings mit einer begrenzten Anzahl an Antennen. Die dabei gewonnenen Ergebnisse wurden von Experten ausgewertet und kürzlich der weltweiten Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellt. Zeitnah soll nun mit allen verfügbaren Antennen nach Wasser und möglichem Leben im Universum gesucht werden. Ebenfalls auf dieser Mission befinden sich chinesische Wissenschaftler. Dort wurde in diesem Jahr das weltweit größte Radioteleskop in Betrieb genommen. Die Schüssel besitzt dabei einen Durchmesser von fünfhundert Metern und soll ebenfalls nach Leben im Weltall suchen.


Via: Newatlas

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