48 Jahre ist es inzwischen her, dass Neil Armstrong im Rahmen der Apollo-11-Mission als erster Mensch den Mond betrat und die inzwischen weltbekannten Worte „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind“ seine Lippen verließen. Seit dem Ende der Apollo-Missionen hat die Menschheit den Mond nicht wieder betreten, allerdings gibt es genug andere Raumfahrt-Projekte. Das größte und bekannteste ist sicher die Internationale Raumstation ISS. Als nächstes große Ziel der bemannten Raumfahrt wird der Mars gesehen. Die NASA hat aber noch mehr vor: 2069 will sie eine unbemannte Mission Alpha Centauri starten, dem Stern, der am nächsten an unserer Sonne ist.


Bild: NASA

Nach den Sternen greifen

Im Oktober gab der Vizepräsident der USA, Mike Pence, bekannt, dass die Vereinigten Staaten wieder Astronauten zum Mond schicken wollen. Letzte Woche unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Executive Order, der die NASA anwies, sich auf das neue US-Space-Exploration-Programm zu konzentrieren. „Imagine the possibility waiting in those big beautiful stars if we dare to dream big. That’s what our country is doing again, we’re dreaming big“, so Trump zu diesem Anlass.

Und „große Träume“ scheint die NASA nun wirklich zu verfolgen. Im Jahr 2069 soll ein Raumfahrzeug in Richtung eines Exoplaneten im Alpha-Centauri-System starten – 100 Jahre nach der Mondlandung durch Apollo 11.


44 Jahre unterwegs

Die Mission befindet sich noch in einer sehr frühen Planungsphase und hat offenbar noch nicht einmal einen Namen. Auch die Technologie, die im Rahmen der Mission zum Einsatz kommen soll, muss offenbar noch entwickelt werden.

Vorgestellt wurde die Mission auf der diesjährigen American Geophysical Union Conference am 12. Dezember. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Bereits 2016 begann man bei der NASA, laut über eine Mission zu Alpha Centauri nachzudenken.

Die einzige Sonde, die es bisher in den interstellaren Weltraum geschafft hat, ist Voyager-1. Diese Sonde ist etwa mit einem Hundertstel der Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Für die Alpha-Centauri-Mission wird eine Geschwindigkeit von 10 Prozent der Lichtgeschwindigkeit angepeilt. Da Alpha Centauri 4,4 Lichtjahre von der Sonne entfernt ist, würde eine Mission mit dieser Geschwindigkeit etwa 44 Jahre benötigen, bis das System erreicht ist. Nach dem ersten Raumfahrzeug möchte die NASA ein Weltraum-Teleskop nach Alpha Centauri schicken, das mehr Daten über das System sammeln soll.

Bis 2069 ist es allerdings noch etwas hin. Die NASA hat daher mehr als genug Zeit, um die Mission detailliert auszuarbeiten und technisch zu ermöglichen. Sollte der Plan so wie er jetzt ist umgesetzt werden, würden wir wahrscheinlich nicht mehr erleben, wie die Mission Alpha Centauri erreicht.

via New Scientist

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1 Kommentar

  1. eisvogel

    23. Dezember 2017 at 21:31

    Ein quantenverschränktes Kommunikationsystem sollte da unbedingt mit an Bord sein, sonst wartet man ja ewig auf die gesammelten Daten und Bilder.

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