Alzheimer wird von jedem gefürchtet und scheint sich immer weiter auszubreiten. Betroffen sind vermehrt auch jüngere Ältere. Die Alzheimer-Forschung ist daher bemüht nicht nur neue Behandlungsansätze weiter zu untersuchen, sondern auch einfache aber aussagekräftige Früherkennungstests zu entwickeln. Im März haben wir über die Ergebnisse von Bochumer-Wissenschaftlern berichtet, die an einem einfachen Bluttest zur Früherkennung von Alzheimer arbeiten. Auch Experten von der Rowan University School of Osteopathic Medicine haben einen Alzheimer-Bluttest entwickelt, der sogar eine Genauigkeit von 100 Prozent haben soll.


Einsamkeit im Alter

Weltweit erster Test basierend auf Autoantikörper-Biomarker

Der von Dr. Robert Nagele und seinem Team von der Rowan University School of Osteopathic Medicine entwickelte Bluttest zur Früherkennung von Alzheimer, ist den Schilderungen der Forscher zufolge bisher weltweit einzigartig, was die Genauigkeit anbelangt. Die Trefferquote liegt nach ersten frühen Tests bei 100 Prozent. Der Bluttest basiert auf dem Einsatz von Autoantikörpern (AAk) als Biomarker. Hierbei handelt es sich um Antikörper, die ein körpereigenes Antigen binden und sich hervorragend für diagnostische Zwecke eignen. „Mit dem besten Wissen, haben wir einen Bluttest für Alzheimer entwickelt, der die Krankheit schon in einem sehr frühen Stadium nachweisen kann. Der Test auf Basis von Autoantikörper-Biomarkern ermöglicht eine frühe Behandlung von Alzheimer, so dass die Symptome weitestgehend versorgt und hinausgezögert werden können.“, erklärt Dr. Robert Nagele.


Neben non-invasiven Tests und der Überwachung durch Biosensoren, werden auch Bluttests seit 2014 entwickelt. Der von einem internationalen Forscherteam entwickelte erste Bluttest arbeitete noch mit einer Genauigkeit von 87 Prozent. Das konnten die Forscher von der Rowan Uni nun übertreffen.

Insgesamt machten die Forscher 50 Biomarker im Blut der Probanden ausfindig, die nicht nur für eine genaue Diagnose von Alzheimer sorgen, sondern auch Brust-Krebs und Parkinson sowie Multiple Sklerose in einem recht frühen Stadium erkennbar machen. Die aktuellen Ergebnisse machen Hoffnung für die Entwicklung eines genauen, kostengünstigen Bluttests für Alzheimer und weitere Krankheiten, der in Zukunft weltweit in Krankenhäusern und Kliniken zum Einsatz kommen könnte. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher eine umfangreichere Studie starten und hoffen auf weitere positive Nachrichten. Das Team rund um Dr. Robert Nagele gibt sich zuversichtlich und glaubt schon bald Alzheimer-Patienten wieder mehr Lebensqualität zurück geben zu können.

Quelle: Fachzeitschrift „Alzheimer’s & Dementia: Diagnosis, Assessment & Disease Monitoring

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