Der US-Konzern Amazon ist in Deutschland vornehmlich als Internethändler bekannt, hat aber noch eine ganze Reihe weiterer Geschäftsfelder. Unter anderem ist das Unternehmen auch als Verleger von E-Books aktiv. Autoren müssen dabei keine Verlage mehr von ihren Werken überzeugen, sondern können einfach online ein Textdokument hochladen, ein entsprechendes Cover wählen und schon ist das E-Book auf dem Amazon E-Reader Kindle verfügbar. Den normalen Verkaufspreis können die freien Autoren dabei selbst festlegen. Etwas komplizierter war bisher aber das Vergütungsverfahren, wenn die E-Books im Rahmen einer Leseflat genutzt wurden. Hier will Amazon nun ein innovatives System etablieren: Die Autoren sollen künftig desto mehr Geld erhalten, je mehr Seiten ihrer Bücher auch tatsächlich gelesen werden.


kindle-fire-hd

Autoren mit längeren Texten profitieren

Bisher ist die Ausschüttung der Gelder aus den Flatangeboten ein wenig intransparent. Doch ab nächstem Monat soll sich dies ändern. Amazon wird dann die den Autoren zustehenden Einnahmen in einen Topf einzahlen. Dieser wird dann entsprechend den gelesenen Seiten unter den kreativen Schreibern aufgeteilt. Profitieren dürften von dieser Neuerung insbesondere Autoren, die längere Texte produzieren und es dabei schaffen, den Leser bei der Stange zu halten. Bisher nämlich orientierte sich das Auszahlungssystem an der Anzahl der virtuellen Buchausleihen – unabhängig davon, ob es sich um einen dicken Roman oder eine Kurzgeschichte handelte.


Amazon im Zwist mit den Verlagen

Die Rolle von Amazon als Verleger und Verkäufer von elektronischen Büchern ist dabei in der Fachwelt nicht unumstritten. Mehrere große Verlage beschwerten sich bereits über die Preis- und Geschäftspolitik des Technologieriesen. Letztlich mussten aber beide Seiten stets erkennen, dass man aufeinander angewiesen war. Inzwischen haben die meisten größeren Verlage mit Amazon eine Art Burgfrieden geschlossen. Je weiter Amazon auf dem Büchermarkt aber vordringt, desto näher dürfte der nächste Konflikt rücken.

Via: Yahoo

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.