Schiefe Zähne und kein Geld in der Tasche: Der Student Amos Dudley war chronisch pleite und wünschte sich nichts mehr als endlich schöne, gerade Zähne zu besitzen. Da griff er einfach zur Selbsthilfe, bediente den hochwertigen 3-D-Drucker seiner Universität und fertigte sich eigene Zahnspangen an. Das Ergebnis ist verblüffend!


So sahen Dudleys Zähne vorher aus … / Foto: Amos Dudley

Zahnspangen aus günstigem Plastikmaterial genügten

Natürlich hat der junge Mann nicht einfach drauflosgedruckt, sondern er machte sich zuerst ein wenig schlau auf dem Gebiet der Kieferorthopädie und fand heraus, auf welche Weise die sukzessive Anpassung schiefer Zähne erfolgt. Dann nahm er ein relativ kostengünstiges Plastikmaterial zur Hand und produzierte eine kleine Serie von Klammermodellen, die er aufeinander folgend trug. Doch das ist nur die Kurzfassung, hier kommt die Geschichte noch detaillierter:

Dudley erstellte dreidimensionale Animationen der Zahnanpassung

Dudley erkannte auf dem Foto einer professionellen Zahnspange die Druckspuren eines 3-D-Drucker und dachte sich: Was die können, das kann ich auch! Mit Hilfe einer Alginat Abformmasse stellte er einen extrem genauen, dreidimensionalen Abdruck seiner Zähne her, der nur ganz wenige kleine Bläschen aufwies. Die Masse schüttete er in einen Joghurtbecher, den er beim Herausnehmen der Form zerstörte. Anschließend führte er einen Laserscan seiner Zähne durch, verglich die Maße mit dem physischen Modell und erstellte eine dreidimensionale Animation der folgenden Zahnanpassung.


… und nach der Behandlung zeigte er ein strahlendes Lächeln! / Foto: Amos Dudley

Die ersten Schritte empfand Dudley als gar nicht schwierig

Das alles beschreibt er auf seinem Blog als gar nicht mal so schwierig, aber als es als daran ging, die ersten Ausdrucke auszuführen, wurde er schon ziemlich aufgeregt. Er musste jedes einzelne seiner Modelle genau kennzeichnen, denn sie sahen sich aufgrund der geringfügigen Veränderungen sehr ähnlich. Die Endprodukte wurden schließlich von einer Vakuumform-Maschine ausgespuckt, danach musste Dudley nur noch die Kanten abschleifen, damit diese nicht auf dem Zahnfleisch scheuern. Der findige junge Mann erhält gern Besuch auf seinem eigenen Blog, fertigt aber keine Zahnklammern auf Bestellung an. Dieses Projekt müsst ihr wohl schon selbst anpacken!

Quelle: iflscience.com 

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1 Kommentar

  1. werner

    14. Mai 2017 at 11:34

    Ja klar. Kein Geld, aber das teure Equipment der Uni zu eigenen Zwecken nutzen!
    Auch die Maschinen wollen bezahlt sein.

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